Beikost

20 Tipps rund um den ersten Brei

Nach etwa sechs Monaten reichen die Mutter- oder Säuglingsmilch allein nicht mehr aus. Dann ist es Zeit für den ersten Brei. Damit die Umstellung von der Milch zur Beikost für Mama und Baby entspannt wird, hier unsere 20 besten Tipps.

 

1. Ob dein Baby bereit für Beikost ist, zeigt sich zwischen dem fünften und siebten Monat an folgenden Anzeichen: Das Kleine kaut auf seinen Fäustchen herum, es führt Dinge zum Mund und zeigt Interesse an Essen, greift nach Speisen auf deinem Teller.

 

Ein Brei aus Mören sind der ideale Einstieg.

2. Gewöhnlich wird mit einzelnen Gemüsesorten begonnen, und die süß schmeckende Möhre oder Pastinake sind ein idealer Einstieg in die neue, ungewohnte Ernährung.

 

3. Besonders verträgliches Gemüse sind neben Möhre und Pastinake Spinat, Fenchel, Zucchini oder Kürbis. Bei Kartoffeln die grünen Stellen großzügig entfernen, sie enthalten das Nervengift Solanin.

 

4. Zu Anfang immer nur ein Nahrungsmittel füttern, so lernt das Baby, die einzelnen Aromen zu unterscheiden. Es können bis zu zehn Versuche notwendig sein, bis das Kleine ein neues Lebensmittel akzeptiert. 

 

5. Am einfachsten ist die Einführung neuer Aromen vor dem siebten Monat. Mit dem Zufüttern jedoch nicht vor der 17. Woche beginnen. Nieren und Verdauungstrakt sind noch nicht in der Lage, feste Nahrung richtig zu verarbeiten.

 

Schrittweise die Konsistenz des Breis ändern.

6. In der Einführungsphase sollte das Baby zuerst dünnen, später dickeren, zerdrückten Brei und schließlich zerdrückte Kost mit weichen Stückchen bekommen.

 

7. Hat sich dein Baby an den Gemüsebrei gewöhnt, wird er dann mit Kartoffeln gemischt und in den Speiseplan aufgenommen. Anschließend kommt als dritte Komponente eisenreiches, mageres Fleisch hinzu oder fetter Fisch wie Lachs. Das Fleisch am besten beim Schlachter fein durchdrehen lassen.

 

8. Bei Obst und Gemüse nur erntefrische, saisonale Ware kaufen und wenn möglich bio, denn es enthält die wenigsten Schadstoffe. Alternativ kann auch auf Bio-Tiefkühl-Ware ohne jegliche Zusätze zurückgegriffen werden.

 

9. Es empfiehlt sich, den Brei auf Vorrat zu kochen und dann portionsweise einzufrieren. Dann kannst du ihn bei Bedarf aus dem Tiefkühler nehmen und kurz aufkochen.

 

Mit Essen spielen ist (Kennen-)Lernen für das Kind.

10. Für das erste Mahl ist gutes Timing alles: Dein Baby sollte nicht übermüdet oder übermäßig hungrig, sondern guter Dinge sein und vielleicht schon eine kleine Milchmahlzeit zu sich genommen haben.

 

11. Versuche, möglichst entspannt und positiv zu bleiben. Dein Baby verbindet dann mit den Mahlzeiten Glücksgefühle und wird ihnen später positiv entgegensehen.

 

12. Sollte es beim Füttern die Nase rümpfen, bedeutet es nicht, dass es das angebotene Essen nicht mag. Versuch es erneut. Öffnet es seinen Mund, ist es bereit, den Brei zu probieren. Wenn nicht, versuche es an einem anderen Tag noch einmal. 

 

13. Auf zuckrige Lebensmittel sollte so lange wie möglich verzichtet werden. Das gilt auch für Säfte oder zuckerhaltige Tees. Dein Baby entwickelt dadurch schon frühzeitig eine Vorliebe für Süßes, die später zu Übergewicht führen kann.

 

Wasser ist ideal für Babys.

14. Als ideales Getränk sind zuckerfreie Tees oder Wasser geeignet. Am besten nicht zu kaltes Leitungswasser (wenn der Nitratgehalt unter 20 mg liegt) oder Mineralwasser ohne Kohlensäure und mit dem Vermerk „geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“.

 

Honig kann Keime enthalten und ist für Babys ungeeignet.

15. Kuhmilch ist im ersten Lebensjahr als Getränk ebenfalls nicht geeignet. Der Brei kann aber mit Vollmilch (3,5 % Fett) angerührt werden. Außerdem geeignet sind pasteurisierte oder H-Milch. Roh- und Vorzugsmilch jedoch nicht, da sie Bakterien enthalten können. Sojamilch und Sojaprodukte nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt verwenden. Auch Honig ist in den ersten zwölf Lebensmonaten tabu. 

 

16. Das Abendfläschchen sollte ohne Getreidezusatz sein, da dies auf Dauer ebenfalls den Zähnen schadet.

 

17.Salzige Speisen wie Parmesan, Speck, Räucherfisch oder -schinken vermeiden. Fertiggerichte enthalten ebenfalls viel Salz, sind deswegen genauso tabu wie Salz im selbst gekochten Gemüsebrei.

 

18. Lehnt dein Baby anfangs die Beikost ab, ist es vielleicht noch nicht so weit, oder es kann am unbekannten Geschmack liegen. Dann hilft vielleicht das Mischen des Möhrenbreis mit etwas Mutter- oder Säuglingsmilch.

 

19. Den Brei nicht im Fläschchen füttern, so verliert das Baby sein natürliches Sättigungsgefühl und es kann überfüttert werden. 

 

Für Mama gibt es einen Extralöffel.

20. Stets einen Extralöffel zum Probieren des Breis verwenden, damit keine Kariesbakterien auf dein Baby übertragen werden können.

wirEltern.de - Newsletter

Gewinnspiele und deine Themen. Jede Woche neu.