Und heraus stieg ...... ein wunderschöner Märchenprinz Geschichten für Kinder

So könnte eine Zeile in einem Kindermärchen lauten. Beim Erzählen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Warum Geschichten für Kinder – gerade zum Einschlafen – so wichtig sind und wie Eltern kinderleicht zu Live-Erzählern werden.

Auf einmal bückte sich der Riese und hob die kleine Emma mit seinen kräftigen Armen empor. ‚Ich tu dir nichts‘, beteuerte der Riese, ‚ich bin nur auf der Suche nach einem Freund.‘“ Kalle und Emma hören mit großen Augen zu, während Papa erzählt. Bei Familie Kunter ist das Vorlesen oder das gemeinsame Erzählen von Geschichten fester Bestandteil des Zu-Bett-geh-Rituals, den sich inzwischen kein Familienmitglied mehr wegdenken kann.

Kinder wollen auch traurige Geschichten hören
„Wir begreifen die Welt durch Geschichten – sie sind so wichtig wie Essen“, ist die Münchener Geschichtenerzählerin Katharina Ritter überzeugt. „Erzählen ist der direkteste Kontakt, ohne ein Blatt Papier dazwischen.“ Doch auch beim Vorlesen zeigt die persönliche Zuwendung den Kindern, dass sie wichtig sind und ernst genommen werden. Geschichten sprechen Wünsche und Grundbedürfnisse an, vermitteln Werte und animieren die Fantasie.

Happy Ends fördern eine positive Weltanschauung und geben Anlass zur Hoffnung – in vielen Lebensbereichen. Aber Kinder wollen auch traurige Geschichten hören, weiß die Geschichtenerzählerin: „Wir können tolle Angstgefühle in einer scheußlichen Geschichte erleben und wissen, dass es nicht echt ist. Jedoch sollte eine Gutenachtgeschichte nicht zu aufregend werden.“

Jeder kann erzählen
Außerdem entwickeln Kinder ein besseres Sprachgefühl und einen größeren Wortschatz, wenn Geschichten zu ihrem Alltag gehören. Nicht umsonst ist das Erzählen ein altes Kulturgut. Viele Eltern denken, sie seien nicht in der Lage, frei zu erzählen und sich Geschichten auszudenken.

„Doch das kann jeder, man muss es einfach machen. Beim dritten Mal geht es schon fast von selbst“, sagt Katharina Ritter und rät: „Denken Sie sich mit Ihren Kindern eine kleine Figur, ein Wesen oder ein Tier aus, das ein Abenteuer erlebt. Der Held darf auch wie Ihr Kind heißen, so kann man sowohl Nähe aufbauen als auch gemeinsam den Tag Revue passieren lassen und verabschieden.“

Mehr Infos zu Katharina Ritter: www.geschichtenerzaehlerin.de

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