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Kinderzimmer einrichten
Kein Chaos mehr im Kinderzimmer - So klappt's!

Wie sieht es denn hier aus? Mama steht im Kinderzimmer, die Hände in die Hüften gestützt. "Du räumst jetzt sofort dein Zimmer auf!"

Dabei sieht sie sich etwas verzweifelt um. Der Boden ist übersät mit Legosteinen, Bauklötzen und Sammelkarten. Aufräumen ist gut - nur wohin mit dem ganzen Zeug?

"Einfach mal alle Kinderzimmermöbel umstellen", rät Wohnexpertin Constanze Köpp. "Angefangen mit dem Bett: Wie ist es, das Bett an das Fenster zu stellen? Dann kann das Kind in den Himmel schauen und träumen." Eine tolle Idee: Tagsüber kann das Bett zum gemütlichen Kuschel-Ort umfunktioniert werden, mit Kissen über Kissen. Zum Lesen, Musik hören und träumen. Und abends schaut das Kind vom Bett aus in den Sternenhimmel.  

Ein ganz wichtiger Platz ist auch der Schreibtisch: Der ist nicht nur Arbeits- und Lernplatz. Kleine Kinder können hier malen und basteln. Die größeren schreiben hier vielleicht ihre Tagebuch-Einträge und kauen dabei träumend an ihrem Stift. Wichtig ist genug Licht. Mehr als eine schöne Schreibtisch-Lampe, Stifte, Kleber und Schere gehören gar nicht auf den Schreibtisch. Weiteres wichtiges Zubehör wie Papier und Tagebuch sollte in greifbarer Nähe sein.

Einmal alles raus

"Bevor man neu einrichtet, ist es natürlich am besten, das Kinderzimmer einmal ganz zu leeren. Einmal von Grund auf auszumisten", sagt Constanze Köpp. Ausmisten und Platz machen für neue Spielsachen - das kann Kindern auch Spaß machen! Dabei soll das Kind am besten alles einmal in die Hand nehmen, rät sie. Buch für Buch, CD für CD. Ein "Hm, ich weiß nicht" reicht nicht. Das wird aussortiert. Nur ein "Das will ich auf jeden Fall behalten!" kommt zurück in das Regal. Den Rest darf das Kind auf dem Flohmarkt verkaufen und hat Geld für etwas tolles Neues. Oder aber es spendet die Sachen an Kinder, die weniger haben. Auch das kann eine tolle Erfahrung sein.

"Ist alles leer, kann man neu einrichten und gestalten. Mit den Möbeln, die vorher auch da waren. Nur anders. Man kann die Kindermöbel komplett umstellen!" So können Kleiderschränke oder Kommoden auf einmal zu Barrikaden werden, die den Spielbereich, den Schlafbereich und den Arbeitsbereich voneinander trennen. Constanze Köpp sprudelt vor Wohnideen fürs Kinderzimmer. Neue Möbel müssen dabei gar nicht sein. Auch mit den alten kann man ganz neue Räume schaffen. 

Ein eigenes, kleines Reich schaffen

"Im Kinderzimmer sind so viele Themen vereint: Spielen, Schlafen, Träumen, Chillen, Arbeiten - das ist so viel! Wenn die Kids selber Einrichtungsideen haben, wenn sie beispielsweise fühlen, welche Farbe sie an der Wand wollen - dann sollte man dem ruhig folgen. Dieser Raum ist ihr eigenes kleines Reich. Hier wohnt das Kind und muss sich wohlfühlen. Hier müssen die Wände nicht weiß sein."

Das Kinderzimmer sollte losgelöst sein von den Wohnideen der Eltern. Es muss nicht zum Rest der Wohnung passen. Es muss nur dem Kind gefallen und nicht den Eltern, die natürlich ihre ganz eigenen Vorstellungen von Design und Farben haben. Im Kinderzimmer hingegen kann man auch mal eine Wand in einer verrückten Farbe gestalten. Weiße Kinderzimmermöbel oder auch Möbel aus Holz helfen dann dabei, das Bunt der Wand und vor allem auch das Bunt der Spielzeuge zu neutralisieren.

Alles braucht seinen Platz

Geschlossene Regale und Kommoden schaffen ebenfalls etwas Ordnung, entrücken die Dinge aber natürlich auch aus dem Blickfeld des Kindes. "Am besten ist beides", rät Constanze Köpp mit ihren tollen Kinderzimmer-Ideen. "In den geschlossenen Schrank können dann die Dinge hinein, die nicht so wichtig sind für das tägliche Spielen. Oder aber auch die geheimen Dinge. Wie ein kleiner Süßigkeiten-Vorrat."

Damit das Kind auch die Chance hat, alles wegzuräumen, braucht alles seinen Platz. Ein Must Have der Kinderzimmermöbel ist also ein Regal mit vielen Fächern, um den ganzen Kleinkram zu verstauen. Kisten und Körbe zur Aufbewahrung von Lego, Bauklötzen und Ankleidepuppen erleichtern ebenfalls das Ordnunghalten. Die Kinderzimmer-Deko ergibt sich dabei von ganz allein: In Wechselrahmen können die Eltern die neusten Kunstwerke des Kindes aufhängen und ganz leicht austauschen, falls das Basteln und Malen mal in einer Massenproduktion ausartet. Hier können auch selbst errungene Urkunden ihren Platz finden und das Selbstbewusstsein der Kinder stärken. "Meist haben die Kinder selbst die tollsten Ideen für ihr eigenes Zimmer", sagt Constanze Köpp. "Also lasst sie einfach mal machen."

Buchtipp

"Aufgeräumt leben: Warum weniger Haben mehr Sein ist", Knaur Taschenbuch, 9,99 Euro

Expertentipp: www.wohnkosmetik.de

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