Kleine Kiste – große Träume Kindermöbel zum Umbauen und Mitwachsen

Kunterbunte Kinderzimmer voller Krimskrams? Muss nicht sein. Die Kleinen sind mit wenig zufrieden, solange sie mit ihrer Fantasie viel draus machen können. Das richtige Bett steht dabei im Mittelpunkt.

 

Es ist eine ganze Welt im kleinen Format. Weich und gemütlich fängt es Kinder auf, spendet Trost, Wärme, Schutz und Geborgenheit. Gleichzeitig ist das Kinderbett so vielseitig wie kein anderes Möbelstück im ganzen Haus. Es kann mit ein paar Handgriffen nicht nur zum Märchenschloss oder zur Ritterburg werden. Fantasiebegabte Kinder machen daraus in Windeseile auch Klassenzimmer für Puppen, Bärengehege für Teddys, Hotels für Kuscheltiere oder Autowerkstätten für Spielzeug-Trecker. Bei akutem Bedarf verwandeln Kinderbetten sich auch in eine Auffangstation für bedrohte Schätze in Form von Gummibärchen, die niemand sehen soll. Im Bett wird gegessen, gemalt, gelernt, gelesen, gelebt – und natürlich auch geschlafen. 

 

Beispielhaft - das Fiona-Babybettchen mausert sich zum Bett bis ins Grundschulalter.

Von Anfang an auf Qualität und Mitwachs-Möglichkeiten achten

Wer beim Möbelkauf von Anfang an auf die Qualität und die Entwicklungsmöglichkeiten eines Kinderbettes achtet, hat langfristig sehr viel davon. Kein anderes Zimmer muss im Laufe von etwa zwei Jahrzehnten so oft verändert werden wie die Rückzugs-, Schlaf-, Spiel- und Lernräume für die Kinder. Denn die Bedürfnisse wechseln ständig. Das gilt insbesondere für Kinderbetten. Die erste Phase ist relativ kurz. Schon nach ein paar Monaten verlässt das Baby seinen Stubenwagen in Form eines Körbchens mit Himmel drüber, um in ein Gitterbettchen zu wechseln. Die ersten Aufsteh- und Krabbelversuche machen das nötig. Bevor es sich zum Laufen erhebt, ist Babys Entdeckerdrang groß. Das Kleine möchte alles Erreichbare erreichen. Das Bett dient in dieser Phase auch als Schutz vor unerwünschten Ausflügen.

 

Spielplatz, Abenteuerland und ein sicherer Ort zum Zurückziehen

Sobald das Kind laufen kann und selbst entscheidet, wann es aufsteht, ist nichts mehr vor ihm sicher. Es lernt, sich sicher zu bewegen, zu hüpfen, zu klettern und zu springen. Im Kindergartenalter ist das Bett tagsüber vor allem ein Spielplatz und sollte vielseitig nutzbar sein. Ausgestattet mit Leitern, Kletterstangen, Seilen, Vorhängen und Rutschen bietet ein Spielbett auch in kleinen Zimmern viele Möglichkeiten. Kommt das Kind in die Schule, sitzt es zwar häufiger auch am Schreibtisch, zieht sich aber trotzdem noch gerne aufs oder ins Bett zurück. Mit dem Wechsel auf eine weiterführende Schule wird dann der Wunsch nach einem „richtigen“ Bett laut. Mädchen und Jungs möchten nicht mehr über eine Leiter in die Koje steigen, sondern ihr Bett tagsüber wie ein Sofa nutzen. 

 

Mit Stoffen, Deko und Farben öfters mal etwas Neues schaffen

Zwar macht es Spaß, hin und wieder in Einrichtungshäusern durch Möbel-Galaxien zu schlendern und die Kleinen mit Neuigkeiten aus der Kinder-Abteilung zu beglücken. Doch immer wieder neue Möbel zu kaufen, geht ins Geld und ist alles andere als nachhaltig. Veränderungswünsche lassen sich mit Farben, Deko, Umbauen oder Umräumen jederzeit verwirklichen. Die Basismöbel – am besten in einer neutralen Farbe – sollten dabei aber erhalten bleiben, indem sie mitwachsen.

Rollenspiele bereichern und bereiten aufs echte Leben vor

Wenn Kinder ihr Bett nicht nur zum Schlafen, sondern auch zum Spielen nutzen können, ist das nicht nur praktisch. Es dient auch der gesunden Entwicklung. Denn Spielbetten geben Raum für kreative Beschäftigungen, die Kindern gut tun. Das gilt insbesondere für Rollenspiele, zu denen die Umgebung anregt. Einfache Requisiten wie Tücher oder Decken, mit denen sich Fantasiewelten rund ums Bett bauen lassen, bereichern das Spielen. Erwachsene müssen sich gar nicht einmischen, denn die Kinder kommen von allein auf gute Ideen, wenn sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen dürfen. In Rollenspielen bereiten sie sich auf das echte Leben vor, indem sie Situationen durchspielen, Gefühle durchleben, sich gedanklich in andere hineinversetzen, Reaktionen testen und dabei lernen, sich so zu verhalten, dass sie mit anderen zurecht kommen. Mehr als Zeit, Raum und möglichst oft gleichaltrige Kinder zum Spielen ist dafür nicht nötig.

 

Mit der Kraft der Fantasie beruhigt in den Schlaf

„Ich will nicht ins Bett – Hinterm Schrank hockt ein Monster – Du sollst bei mir sein – Ich mag nicht allein bleiben – Es ist so dunkel.“ Auch wenn das Bett tagsüber beliebt ist, haben viele Kinder Angst vor der Nacht darin. Im Dunklen könnten unheimliche Dinge passieren. Gespenster, Monster, Einbrecher oder andere bedrohliche Geschöpfe erscheinen in der Fantasie. Das ist – insbesondere bei Zwei- bis Vierjährigen – ganz normal. Es ist wie ein Instinkt, der Kinder in Urzeiten davor schützte, sich gefährlich weit von ihren Eltern zu entfernen. Unbekannte Geräusche, Dinge, die nachts anders aussehen, Dunkelheit, vorübergehende Trennung von den Eltern, Menschen oder andere Gestalten, die Böses im Sinn haben, – die dunkle Nacht kann ziemlich bedrohlich sein.

Eltern können ihren Kleinen helfen, diese Ängste zumindest zu reduzieren, indem sie das Gespräch suchen. „Lass uns doch mal gemeinsam überlegen, wovor Gespenster Angst haben.“ Kinder sind einfallsreich, wenn es um Schutzmaßnahmen geht. Vielleicht hilft ein kleines Licht im Zimmer. Oder die Tür zum beleuchteten Flur bleibt in der Einschlafphase offen. Geschwister, die sonst getrennte Zimmer haben, können nachts in einem gemeinsamen Raum schlafen, damit sie sich nicht allein fühlen. Auch Fantasievolles kann effektiv sein: Ein Monsterabwehr-Stein auf der Fensterbank. Ein Stoffhund, der Einbrecher verbellt. Ein Bett, das sich nachts mit Hilfe eines Vorhangs in eine sichere Festung verwandelt. Eine Schutz-Maus auf Papier gemalt, die Gespenster frisst – Erwachsene sollten ihren Nachwuchs einfach fragen, was ihm so einfällt. Wichtig: Kinder müssen sich mit ihren Ängsten ernst genommen fühlen. Ein schroffes „Hör auf mit dem Quatsch, es gibt keine Monster“ verschlimmert die Angst nur.

 

Vier Klassiker fürs Kinderzimmer

Mit den richtigen Basisbausteinen können die wichtigsten Möbel mit ihren Besitzern wachsen – vom Babyzimmer bis zur Studentenbude. Dazu gehören:

Betten – wenn sie aus durchdachten Basisteilen bestehen, machen sie viele Wandlungen mit: Erst Gitterbett, dann halbhohes Hochbett mit Spielfläche drunter und später ein richtiges Bett fürs Jugendzimmer, das tagsüber auch als Sitzgelegenheit nutzbar ist.

Tische – was als kleiner Mal-, Spiel- und Basteltisch beginnt, lässt sich im Laufe des Kinderlebens höher stellen und mit Anbauten (zum Beispiel für einen PC) erweitern. Tischplatten sollten neigbar sein. So passen sie sich optimal an die Bedürfnisse der Kinder an.

Stühle – Mitwachsende Stühle sind ergonomisch geformt und – je nach Größe des Kindes – höhenverstellbar.

Kommoden und Regale – ob mit Schubladen oder Ablagefächern verwandeln sie sich von der Wickelkommode zum praktischen Ablageort als Ergänzung zum Kleiderschrank.

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