Von Kopf bis Fuß

Kinder & Körperpflege: (k)ein Drama in 6 Akten

Haare kämmen? Zähne putzen? Eincremen? Das mögen die lieben Kleinen oft gar nicht gern. Mit diesen Tipps klappt’s ohne Gezeter – garantiert!

1. Hände: Nach der Toilette, vor dem Essen Händewaschen nicht vergessen!

Händewaschen ist die wohl häufigste und wichtigste Pflegeroutine, vor allem, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Umso wichtiger ist es, die Kleinen  frühzeitig daran zu gewöhnen. Wenn der Nachwuchs vom Spielen nach Hause kommt, vor dem Essen und nach jedem (!) Toilettengang ist gründliches Händewaschen angesagt (mindestens 30 Sekunden). Und das geht so:

  • Hände unter fließendes Wasser halten.
  • Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Daumen, Fingernägel gründlich einseifen.
  • Den Schaum unter fließendem Wasser abspülen.
  • Sorgfältig mit einem Handtuch oder Einmaltüchern abtrocknen. 
  • Die Hände anschließend zu desinfizieren ist nicht notwendig. Tipp: den üblichen Handschlag zur Begrüßung vor allem während der kalten Jahreszeit, wenn Krankheitserreger Hochkonjunktur haben, durch die „Getto-Faust“ ersetzen. So werden weniger Keime übertragen.
2. Bauch, Beine, Po & Co.: Tägliche Katzenwäsche genügt

Ein- bis zweimal pro Woche stehen Duschen oder Baden auf dem Programm. Nach Pfützenweitsprung oder anderen Outdooraktivitäten dürfen kleine Dreckspatzen natürlich häufiger in die Wanne. Ein mildes Duschgel oder einen milden Badezusatz verwenden, anschließend gut abtrocknen (Zehenzwischenräume nicht vergessen!) und bei Bedarf eincremen – vor allem im Winter und bei trockener Haut. Für die tägliche Reinigung genügt die Katzenwäsche mit klarem Wasser morgens und abends (Gesicht, Füße, Po, Intimbereich). Wichtig für Mädchen: nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten abputzen, damit keine Darmkeime in Harnröhre und Scheide gelangen. 

3. Haare: Der Waschlappen, dein Freund und Helfer

Die Haare ein- bis zweimal in der Woche mit einer kleinen Menge mildem Shampoo waschen, das nicht in den Augen brennt. Ein Waschlappen verhindert, dass Wasser und Shampoo in die Augen läuft. Vor allem lange Haare verknoten sich gern beim Waschen, sodass anschließend mit der Bürste kein Durchkommen mehr möglich ist. Tipp: den Schopf Stück für Stück von unten nach oben durchkämmen und vor dem Schlafengehen zu einem Zopf flechten – dann gibt’s am nächsten Morgen weniger Knoten (und Geschrei beim Kämmen).

4. Finger- und Fußnägel: Maniküre und Pediküre bei Nacht

Maniküre und Pediküre rangieren auf der Beliebtheitsskala von Jungen und Mädchen ganz weit unten. Der ultimative Tipp, wenn der Nachwuchs partout nicht stillhalten will: auch wenn’s komisch aussieht, eine Stirnlampe anziehen und die Nägel schneiden, wenn das Kind schläft – die Fingernägel oval, die Fußnägel gerade, sodass der Nagel mit der Zehenkuppe abschließt. Eine abgerundete Kindernagelschere benutzen.

5. Ohren: Finger weg von Wattestäbchen!

Das Wichtigste vorweg: Finger weg von Wattestäbchen! Auch spezielle „Sicherheitswattestäbchen“ haben in Kinderohren nichts verloren. Sie schieben das Ohrenschmalz ins Ohr hinein, sodass sich im schlimmsten Fall ein Pfropf bildet, der eine schmerzhafte Entzündung nach sich ziehen kann. Ohrenschmalz hat eine wichtige Funktion: Es transportiert abgestorbene Hautschuppen, Staub und Schmutz aus dem Gehörgang und hält die Lauscher sauber. Es genügt, die Ohrmuschel mit einem nassen Waschlappen zu säubern – am besten gleich beim Baden oder Duschen.

6. Zähne: Bis zum Grundschulalter nachputzen

Bei den Milchzähnen braucht man’s in Sachen Pflege nicht so genau zu nehmen, weil sie ja sowieso ausfallen? Weit gefehlt! Denn Milchzähne fungieren als Platzhalter für das bleibende Gebiss. Und damit die „Zweiten“ gesund auf dem Kiefer wachsen, müssen schon die „Ersten“ gründlich gepflegt werden. Die Beißerchen zweimal täglich, morgens und abends, mit einer Kinderzahnbürste und einer kleinen Menge Zahnpasta nach der KAI-Methode putzen: erst die Kauflächen, dann die -Außenflächen, zum Schluss die Innenflächen. So lange das Kind noch nicht flüssig schreiben kann, müssen Väter oder Mütter nachputzen. Zu einer ganzheitlichen Mundhygiene gehört außerdem ein jährlicher Zahnarztbesuch.

  • Körperpflege trägt zu unserem Wohlbefinden bei. Eltern können ihren Kindern das vermitteln, indem sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen und die Kleinen frühzeitig an Pflegerituale gewöhnen
  • Das Kind auch mal machen lassen. Erst wäscht Mama oder Papa dem Nachwuchs die Haare, dann umgekehrt. 
  • Genug Zeit einplanen.
  • Für Ablenkung sorgen. Zum Beispiel mit Badespielzeug, Zahnputz-App etc. 

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