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Kleine Knollenkunde

Knollengemüse

Schwarzwurzel, Pastinake, Sellerie und Rote Beete sind gesund - und müssen sich auf dem Teller nicht verstecken.

Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel wurde im 18. Jahrhundert kultiviert und war lange der "Spargel der Armen". In Zeiten des Wirtschaftswunders verschwand die Wurzel dann von unserem Speiseplan. Dabei war der Saft der wilden Urform schon bei den Römern und im Mittelalter ein beliebtes Heil- und Entgiftungsmittel. Sie enthält viermal soviel Kohlehydrate wie Spargel und ist in ihrem Nährwert nur vergleichbar mit Erbse und Bohne.

Pastinake

Die Rüben werden nach dem ersten Frost geerntet und bis ins Frühjahr gelagert. Die „Hirschmöhre“  galt schon in der Steinzeit als begehrtes Nahrungsmittel. Besonders populär war sie im Alten Rom. Wilde Pastinaken wachsen in ganz Europa. Wegen ihres hohen Zuckergehalts wurden sie früher gern zu Marmelade und Wein verarbeitet. In den USA und England gelten die Vitamin C-Spender wieder als Delikatesse.

Rote Beete

Die Rote Rübe ist eine Verwandte von Zuckerrübe und Mangold. Sie kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Die heute übliche, gleichmäßig rote Farbverteilung ist das Ergebnis der Weiterveredelung des Gemüses im 19. und 20. Jahrhundert. In Deutschland ist die Rote Beete ein klassisches Wintergemüse: Die Aussaat erfolgt im Sommer, die  Ernte erstreckt sich von Oktober bis zum ersten Frost. Aufgrund ihres hohen Vitamin B-, Kalium-, Eisen- und Folsäure-Gehalts hat die Rote Rübe in ihrer Beliebtheit nie eingebüßt.

Sellerie

Der Knollen- oder Wurzelsellerie hat im Herbst Hauptsaison. Der Sellerie ist eine Pflanze, die vor allem an salzigen Stellen der Küste wächst. Im Mittelmeerraum wächst er wild. Die wilde, bittere Variante schätzten die Römer sehr. Sie verwendeten die Blätter gemeinsam mit Datteln und Pinienkernen als Spanferkel-Füllung. Die heutigen Sellerie-Sorten gehen auf Züchtungen der Italiener im 17. Jahrhundert zurück, die dem Sellerie die Bitterstoffe wegzüchteten und ihn so aromatisch machten, zusätzlich zu Vitamin- und Mineralstoffreichtum.

www.oekokiste.de
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