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ADAC

Spielerische Verkehrserziehung

Der ADAC unterstützt Kinder im Straßenverkehr. Beate Pappritz, Leiterin des Bereichs Verkehrssicherheitsprogramme beim ADAC, über Fahrradturniere, Schulwegtraining und das Erlebnis „Gefahrenbremsung“.

KiNDER: Was tut der ADAC, damit sich Kinder im Straßenverkehr sicher bewegen?
Beate Pappritz: Wir bieten zahlreiche Programme, die Kindern, ihren Eltern und Lehrern das Thema „Sicherheit im Straßenverkehr“ nahebringen. Regelmäßig kommen Moderatoren vom ADAC in die Schulen, um Kinder in Sachen „Verkehrserziehung“ fit zu machen: „Aufgepasst mit ADACUS“ richtet sich zum Beispiel an Vorschulkinder und Erstklässler und vermittelt ihnen spielerisch, wie sie sich als Fußgänger richtig verhalten. Etwa in der vierten Klasse gibt es die Fahrradprüfung, die alle Grundschulkinder ablegen. Beim Fahrradturnier üben Acht- bis Fünfzehnjährige im Parcours. An dem Turnier nehmen jährlich etwa 350.000 Kinder teil – die meisten sind zehn bis zwölf Jahre alt. Bei „Achtung Auto!“ lernen Kinder der fünften Klasse Wissenswertes über den Anhalteweg. Am Ende der Veranstaltung steigen die Kids in das Auto des ADAC-Moderators und erleben eine Gefahrenbremsung hautnah mit. So erfahren Sie, wie wichtig das Angurten und eine Sitz­erhöhung sind, um rundum geschützt zu sein. Die Eltern müssen wissen, dass ein Kindersitz bis zu einer Körpergröße von 1,50 Meter oder einem Alter von zwölf Jahren Pflicht ist.

Ab wann dürfen Kinder allein mit dem Rad in die Schule fahren?
Wir empfehlen, frühestens nach der Fahrradprüfung, also etwa am Ende der vierten Klasse. Die abgelegte Prüfung bedeutet allerdings nicht, dass die Kinder von nun an sicher sind. Für sie ist es schon eine große Herausforderung, sich auf das Fahrradfahren zu konzentrieren. Da ist es eine ganz schöne Leistung, auch noch auf den Straßenverkehr zu achten. Dessen sollten sich Eltern bewusst sein.

Welche Tipps geben Sie Eltern, damit ihr Kind sich im Straßenverkehr sicher bewegt?
Eltern können den Schulweg-Ratgeber, der auch bei der Schuleinschreibung verteilt wird, und weitere Broschüren beim ADAC anfordern. Wir legen Wert darauf, dass Kinder die Abläufe im Straßenverkehr am eigenen Leib erfahren. Sie müssen also raus, und die Eltern sollten sie nicht über­all mit dem Auto hinfahren. Es gibt immer mehr Bewegungsdefizite bei Kindern. Da wollen wir eingreifen. Wir fordern also Eltern dazu auf, ihre Kinder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen. Natürlich müssen die Eltern gerade bei Grundschulkindern immer dabei sein. Der Schulweg muss mehrfach vor Schulbeginn abgelaufen werden, auch zu den üblichen Schulzeiten, um sich an das Verkehrsaufkommen zu gewöhnen. Auch nach Schulbeginn gilt es, den Weg immer wieder gemeinsam zu trainieren, da sich die Umstände ändern können und Kinder immer wieder auf neue Herausforderungen stoßen: Hier ist auf einmal eine Baustelle, dort ist eine Ampel kaputt ... Erst ab etwa zehn Jahren können Kinder übrigens zuverlässig rechts und links unterscheiden. Und, was viele nicht wissen: Schulanfänger haben ein eingeschränktes Gesichtsfeld und Gehör. Oft können sie noch nicht  zuordnen, woher ein Geräusch kommt.
 

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