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Augen auf beim Spielzeugkauf

So findest du das richtige Spielzeug für dein Kind

Baukästen, Puppen, Autos: Spielzeug steht auch dieses Jahr auf dem Wunschzettel von Kindern ganz oben. Natürlich sollten Eltern die Wünsche ihres Nachwuchses berücksichtigen - es ist schließlich Weihnachten! Aber auch die Qualität muss stimmen. Woran du gutes Spielzeug erkennst.

Weihnachten rückt näher – und damit auch die Frage: Was schenken wir? Klar, es muss etwas sein, über das sich die Kleinen freuen. Sie sollen damit gerne, intensiv und lange spielen. Es darf nicht zu schnell kaputtgehen und muss den Schenkern ebenso wie den Beschenkten Spaß machen. Da fangen die Schwierigkeiten schon an. Fragt man die Kinder, leuchten die Augen bei allem, was knallbunt daherkommt, blinkt, lärmt, glitzert und kurzlebig ist. Das lässt sich natürlich nicht einfach verbieten, aber Eltern können bei der Auswahl Schwerpunkte setzen. Wenn der Nachwuchs sich unbedingt ein Polizeiauto mit Blinklicht und Sirene wünscht, darf er das auch bekommen. Ein Herzenswunsch sollte zum Geburtstag oder zu Weihnachten erfüllt werden, ansonsten tun Eltern ihren Kindern langfristig vor allem mit gutem Spielzeug einen Gefallen.

1. Spielzeuge sollten viele Sinne ansprechen.

Woran erkennt man das? Hochwertige Spielsachen sprechen möglichst viele Sinne an. Sie machen kreativ, sind vielseitig einsetzbar, schadstofffrei, geschlechtsneutral, auf spielerische Weise lehrreich und dem Alter angemessen. Hier haben sich die guten alten Klassiker bewährt: Bausteine, aus denen sich immer wieder etwas Neues kreieren lässt, Figuren, deren Rollen nicht festgelegt sind, Spielhäuser, die sich verändern lassen, Konstruktionsspielzeug und alles, was zum Bewegen anregt, oder kleine Welten, die der Realität nachempfunden sind.

2. Spielzeuge sollten die Fantasie von Kindern beflügeln und zum kreativen Spielen motivieren.

Je weniger dabei vorgegeben ist, desto intensiver werden die Kinder damit spielen. Bekommen sie zum Beispiel eine sprechende Puppe, die nur „Mama“ quakt, müssen sie nicht mehr ihre Fantasie bemühen, um sich Rollenspiele mit der Puppe auszudenken, während ein ganz normales Puppenkind auch für jedes andere Spiel zu haben ist. Mit dem Polizeiauto lässt sich zwar Polizei spielen, mit Bausteinen kann man aber viel mehr: heute ein Polizeiauto und morgen ein Haus bauen. Je abstrakter ein Spielzeug ist, desto ausdauernder kann ein Kind damit spielen. Das fördert auch den Austausch mit anderen, denn die Kinder müssen ja erst einmal gemeinsam festlegen, was welches Spielzeug bedeutet. Bei schlechtem Spielzeug wiederholen sich die gleichen Spielmuster. Den Kindern wird schnell langweilig. 

3. Je kleiner die Kinder, desto wichtiger die Qualität des Spielzeugs.

Die ganz Kleinen erfassen ihre Spiel-Lieblinge mit allen Sinnen – vor allem mit den Händen, die sie danach in den Mund schieben. Sie lecken ihre Spielzeuge ab oder kauen darauf herum. Die Teile dürfen nicht zu klein sein (Verschluckgefahr) und sollten keine technischen Kunststoffe, keine Weichmacher und keine Farben, die sich ablösen, enthalten. „Speichel- und schweißecht“ lautet das Prädikat, das für Sicherheit steht. Hersteller garantieren mit dem CE-Siegel, dass ihre Produkte den Sicherheitsanforderungen der EU entsprechen. Zusätzlich sollten Mütter und Väter auf den Hinweis achten, ob ein Spielzeug für Kinder unter drei Jahren geeignet ist. Ansonsten dürfen sich Eltern bei der Auswahl auch auf ihr Gefühl verlassen. Sie kennen ihr Kind am besten und wissen, womit es sich gerne beschäftigt. Fragen wie „Ist Holz besser als Plastik?“ sollte man nicht dogmatisch beantworten, denn beides kann sich ergänzen. Gerade für die Kleinsten ist Plastik oft besser, weil die Oberfläche glatt ist und sich leichter abwaschen lässt. Auch die Antwort auf die Frage, ob Eltern geschlechtsspezifisches Spielzeug kaufen sollten, hängt von den Wünschen der Kinder ab. 

4. Nicht zwischen Mädchen- und Jungenspielzeug trennen.

Jungen- und Mädchensachen sollten möglichst lange nicht getrennt werden. Spielzeug für beide Geschlechter lassen mehr Raum für freies Spiel. Ein Junge darf auch mit Puppen spielen, und viele Mädchen bauen gerne, solange ihnen niemand reinredet – nach dem Motto „Das ist doch nur was für Jungs“.

Hier erfährst du, ob das Spielzeug Qualitätskriterien entspricht

Unter www.spielgut.de können Eltern herausfinden, ob ein Spielzeug, das sie für ihr Kind kaufen wollen, Qualitätskriterien entspricht und empfohlen wird. Auch Stiftung Warentest und Ökotest prüfen regelmäßig Spielzeug und informieren über problematische Inhaltsstoffe.

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