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Babysitter
5 Tipps zur Babysitter-Suche

Unsere Autorin Silke plaudert hier aus, wie "es" bei ihr geklappt hat und verrät ihre fünf besten Tipps zur Babysitter-Suche.

Gute Babysitter werden in Hamburg gehandelt wie der köstliche Schwarzwälderkirschkuchen nach Omas uraltem Geheimrezept: Immer schön damit angeben und allen erzählen, wie toll er ist – aber bloß niemandem verraten, wie man es gemacht hat. 

"Wir haben nie fremde Menschen auf euch aufpassen lassen, immer nur die Großeltern oder Freunde!" An diesen Satz meiner Mutter erinnere ich mich ganz genau. Sie sprach ihn aus, also mein Vater und sie das allererste Mal mit meinem Sohn alleine blieben – und darüber natürlich froh und stolz zugleich waren. "Recht hat sie!", dachte ich damals noch und nahm mir vor: "So werde ich es auch machen!"

Leider sieht unsere Realität mit zwei berufstätigen (auch noch selbstständigen) Eltern anders aus. Die Omas und der Opa springen sehr oft und jedes Mal voller Herz und Leidenschaft ein (worüber wir unendlich dankbar sind!). Aber nicht immer ist die Anfahrt von Kiel oder Wiesbaden (!) nach Hamburg zeitlich möglich oder sinnvoll. Also machten wir uns auf die Suche nach "fremden Menschen", denen wir unsere Kinder anvertrauen könnten. Mit Erfolg:

 

Tipp 1: Das schwarze Brett in der Kita

Babysitterin Nummer Eins suchte ich an der KiTa-Pinwand. Viele Krippen-Kinder haben größere Geschwister, manche davon sind alt genug zum Babysitten und suchen gezielt in den Einrichtungen ihrer kleinen Brüder oder Schwestern nach Jobs.

Der große Vorteil: Diese Jugendlichen sind keine total "Fremden". Durch die KiTa kennt man in den meisten Fällen schon das Geschwisterkind und sogar die Eltern. Auch die Erzieher kann man fragen, ob sie das ältere Geschwisterkind schon einmal im Umgang mit den Kleinen erlebt haben, beim Abholen oder Bringen zum Beispiel.

Tipp 2: Die Erzieher selbst

Auch ich fragte die Erzieherin meines Sohnes, ob ihr das Mädchen auf dem Pinwand-Steckbrief bekannt sei. Und hatte größeres Glück, als ich je gedacht hätte: Die Erzieherin selbst bot sich in unserem Gespräch zum Sitten an, da sie den Umgang mit den Kindern liebte und ihr Gehalt gern aufbessern wollte. Ich weiß, dass an vielen Einrichtungen Vorschriften die private Betreuung der KiTa-Kinder verbieten.

In unserer war es nicht so, unsere erste Babysitterin daher eine zuverlässige Vertrauensperson für unseren Sohn und ein absoluter Glücksgriff mit unendlich viel Erfahrung. Das Nachfragen in der KiTa kann sich also lohnen (und ist selbst bei einer Absage zumindest ein großes Lob an die Erzieher, dass man ihnen die Betreuung der eigenen Kinder auch gern länger und privat anvertrauen würde.)

Tipp 3: Die Nachbarn

Manchmal muss nur eine halbe Stunde überbrückt werden. Oder man braucht kurz Jemanden, der auf das Baby aufpasst, während man zur Post oder auch nur zum Altpapiercontainer geht. Da muss nicht immer gleich ein Babysitter stundenweise anrücken: Wer das Glück hat, neben lieben Menschen zu wohnen, findet vielleicht schon eine Tür weiter die passende Hilfe. Auch hier ist der ganz große Vorteil: In der Regel kennt man die eigenen Nachbarn schon längst und vertraut seine Kinder keinen Wildfremden an.

Über uns wohnt ein Rentner-Pärchen, das mir in kleinen und großen Engpässen immer mal wieder eins der Kinder abnimmt oder sogar beide beschäftigt. Süßigkeiten und Fernsehgucken sind "oben" immer erlaubt, allein das ist natürlich ein Highlight für die Kleinen. Und ich bin unendlich dankbar für die unkomplizierte Kinderbetreuung. Wer noch keinen Kontakt zu seinen Nachbarn hat, kann das mit einer passenden Nachbarschafts-App übrigens ganz schnell ändern.

Tipp 4: Freunde mit Kindern

Die Freunde haben schon älteren Nachwuchs? Oder kennen wiederum Freunde mit Kindern im Babysitter-Alter? Perfekt! Wenn man die Eltern kennt (und mag!), kommt man in der Regel auch mit deren Kindern zurecht. Unsere zweite (und aktuelle) Babysitterin haben wir über meine langjährige Freundin "entdeckt".

Die Tochter ihrer Freundin suchte Babysitter-Jobs, wir lernten uns kennen und mögen – und im Gespräch stellte sich heraus, dass sie gerade eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen hatte. Die Kinder lieben sie und fragen nach zwei Wochen "ohne", wann Mama und Papa endlich mal wieder ins Kino gehen. Sie verlangt 8 Euro die Stunde, wir zahlen jedes Mal ungefragt mindestens 10 Euro. Einfach, weil wir wissen, was wir da für einen Jackpot gelandet haben. Und nein, ihre Handynummer rücke ich ganz bestimmt nicht raus...

Tipp 5: Angebote annehmen!

Und dann bleibt da noch der letzte, wichtigste Punkt, den viele junge Eltern oft übersehen: Die vielen lieben Angebote von Freunden, die es wirklich ernst meinen, wenn sie sagen: "Ich kann doch mal auf den Kleinen aufpassen!" Und für ihre Zeit noch nicht einmal Geld haben wollen. Ich habe selbst lange gebraucht, bis ich das erste Mal "ja" gesagt habe.

Aber manchmal, wenn der Job es verlangt und keine andere Lösung in Sicht ist, ist es auch einfach schön zu wissen, dass ein wirklich lieber Freund zuhause sitzt und über die Kinder wacht. Diese Zeit mit Geld zu bezahlen fühlt sich tatsächlich komisch an. Aber zum Glück gibt es tausend andere Möglichkeiten, sich bei guten Freunden zu revanchieren.

Autorin: Silke Schröckert

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