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Auf Trab

Frische Luft stärkt die Abwehrkräfte

Hand aufs Herz: Gehen Sie regelmäßig spazieren? Wenn nicht, sollten Sie Ihrem Baby zuliebe umdenken.

Abwehrkräfte des Kindes stärken durch frische Luft

Hand aufs Herz: Gehen Sie regelmäßig spazieren? Wenn nicht, sollten Sie Ihrem Baby zuliebe umdenken. Denn Luft und Licht sind für die gesunde Entwicklung der Kleinen enorm wichtig. Gerade der Herbst ist für einen täglichen Gang die ideale Zeit. Das Kind benötigt Licht zur Vitamin D-Produktion, darf aber zunächst nur indirektes Sonnenlicht aufnehmen. Die Bewegung regt Kreislauf und Atmung der Babys an, der Temperaturunterschied trainiert das Immunsystem. Neugeborene dürfen zwar anfangs noch nicht bei jedem Wetter ins Freie: In den ersten Tagen nur, wenn es nicht zu kalt und windig ist. Nach ein paar Wochen sind die Kleinen aber schon wetterfest. Dann bleibt der Kinderwagen nur bei starkem Frost, Nebel oder Sturm stehen.

Babys Körper muss Temperaturveränderungen lernen

Während sich der Körper des Erwachsenen automatisch auf wechselnde Temperaturen einstellt, muss der kleine Babykörper erst noch lernen, sich auf Temperaturveränderungen einzustellen. Der Kreislauf Ihres Kindes ist noch nicht so flexibel, um auf einen Temperaturabfall sofort mit einer ausreichenden Erwärmung der Haut zu reagieren, weil er noch vollauf damit beschäftigt ist, alle Organe mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie mit Ihrem Baby in der kalten Jahreszeit nicht nach draußen gehen dürfen - im Gegenteil: Sie sollen sogar! Am besten täglich, selbst wenn es nur für kurze Zeit ist. Frische Luft und die unterschiedlichen Reize kalter und warmer Temperaturen stärken nämlich das Immunsystem. Lediglich bei Temperaturen von unter minus acht Grad Celsius, Sturm und Nebel sind die Allerkleinsten in den ersten Lebensmonaten zu Hause besser aufgehoben.

Basis für ein stabiles Abwehrsystem

Wer sein Kind frühzeitig an kaltes Wetter gewöhnt, legt damit die Basis für ein stabiles Abwehrsystem. Bei einem Spaziergang bekommt Ihr kleiner Liebling außerdem das für den Knochenaufbau nötige Licht zur Bildung von Vitamin D. Frische Luft fördert bei Babys außerdem den Schlaf. Mit den folgenden Tipps kann Kälte Ihrem Kind nichts anhaben.

Geeignete Kleidung

Bewährt ist das Einkleiden in der "Zwiebeltechnik". Dazu ziehen Sie Ihrem Baby mehrere ausreichend weite Kleidungsstücke übereinander, die man je nach Temperatur leicht wieder aus- oder anziehen kann. Als erste Schicht: das Baumwoll-Hemdchen, darüber Hose und Pulli oder einen Strampler, und zum Schluss einen Anorak oder Schneeanzug. Am besten geeignet sind natürliche, atmungsaktive Stoffe. Das Outfit wird durch warme Socken und Handschuhe vervollständigt.

Menschen geben einen großen Teil der Wärme über den Kopf ab. Der Babykopf bietet mit seiner großen, oft noch nicht durch Haare geschützten Oberfläche besonders viel Angriffsfläche für die Kälte. Daher ist ein Mützchen nötig, das bis über die Ohren reicht.

Beachten Sie auch im Winter, dass Ihr Kind nicht zu warm eingepackt bzw. die Kleidung atmungsaktiv ist. Wenn die Wärmezufuhr von außen die Möglichkeiten der Wärmeabgabe des Körpers übersteigt, besteht die Gefahr eines Hitzestaus.

Wetterfester Kinderwagen

Um die Wärme im Kinderwagen zu speichern, legen Sie eine Styroporplatte oder eine Isomatte unter die Matratze. Zum Zudecken ist eine Daunendecke geeignet, über die noch eine leichte Wolldecke kommt, die man an den Seiten einstecken kann. Die Decken sollten dem Baby aber noch genügend Bewegungsfreiheit lassen. Außerdem empfiehlt es sich, das Verdeck des Wagens hochzuklappen, um das Kind vor Wind zu schützen.

Richtige Körpertemperatur

Kontrollieren Sie zwischendurch immer die Körpertemperatur Ihres Babys. Ob dem Kind zu heiß oder zu kalt ist, testet man am besten im Nacken des Babys. Hier sollte es schön warm, aber nicht zu heiß oder gar verschwitzt sein. Dann macht es auch nichts, wenn Hände oder Bäckchen mal etwas kühler sind. Nur eiskalt sollten sie nicht sein. Falls es dem Baby doch einmal zu kalt geworden ist, nutzt es nichts, es mit einem zusätzlichen Kleidungsstück wärmer anzuziehen. Dann sollten Sie es in einen mollig warmen Raum bringen, ausziehen und massieren und danach in eine flauschig warme Decke hüllen.

Schutz für die Haut

Für Babys zarte Haut eignen sich spezielle Wind-und-Wetter-Cremes mit hohem Fettanteil. Diese sollten möglichst keine Wasseranteile haben, da diese auf der Haut gefrieren können. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke oder von Ihrem Kinderarzt beraten.

Kommen Sie nach einem Winterspaziergang nach Hause, ist ein warmer Tee genau das Richtige zum Aufwärmen und gemeinsamen Kuscheln. Humana bietet, je nach Alter des Kindes, bis zu fünf verschiedene Sorten Tee  an, die schnell zubereitet sind und gut schmecken.

Raumklima

Auch für die Wohnung ist frische Luft sehr wichtig. Lüften Sie deshalb regelmäßig und ausreichend lange, ohne aber Ihr Baby der Zugluft auszusetzen oder die Raumtemperatur zu stark herunterzufahren. 20 bis 22 Grad Celsius in Wohnräumen sind optimal. Zum Schlafen sollte die Heizung heruntergedreht oder abgeschaltet werden. Die Zimmertemperatur braucht dann nicht höher als 18 bis 19 Grad Celsius zu sein.

Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte im Winter zwischen 50 und 70 Prozent betragen. Ist die Luft zu trocken, sorgen nasse Tücher über der Heizung für mehr Luftfeuchtigkeit. Zu warme Räume trocknen nämlich die empfindlichen Schleimhäute der Atemwege aus und machen sie anfälliger für Krankheitserreger.

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