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Hausmittel für Kinder

Oma weiß, was hilft

Was tun, wenn bei Kindern der Hals kratzt, die Nase läuft oder es im Bauch rumort? Nicht immer müssen Hustensäfte oder Schmerztabletten her, einfache Hausmittel für Kinder helfen bei typischen Alltagswehwehchen ebenso gut. Schnell, einfach und praktisch ohne Nebenwirkungen.

1. Fieber

Erhöhte Temperatur ist eine sinnvolle Reaktion des Körpers – sie zeigt, dass das Immunsystem gegen einen Infekt kämpft. Steigt das Fieber aber über 39 Grad, kannst du es mit kühlenden Wadenwickeln senken: Zwei dünne Baumwolltücher in handwarmes Wasser tauchen und auswringen. Glattstreichen und nicht zu straff um jede Wade wickeln. Darüber kommt ein trockenes Handtuch und als dritte Lage ein Wollschal (mit einer Sicherheitsnadel befestigen). Nach einer halben Stunde alles abnehmen und die Beine abtrocknen. Nach einer Stunde bei Bedarf wiederholen. Achtung: Wickel nicht anwenden, wenn dein Kind kalte Füße hat oder fröstelt.

Auch gut: Holunderbeeren wirken schweißtreibend und fiebersenkend. Für einen Tee einen Teelöffel getrocknete Holunderbeeren in einem Sieb mit einer Tasse siedendem Wasser überbrühen. Fünf Minuten ziehen lassen. Mehrmals am Tag eine Tasse trinken.

2. Schnupfen

Ein Dampfbad mit Kamille macht die Nase frei. Der Kamillendampf befeuchtet die Schleimhäute, wirkt abschwellend und schleimlösend. So geht’s: zwei Esslöffel Kamillenblüten in eine Schüssel geben und mit zwei Liter kochendem Wasser übergießen. Abdecken und zehn Minuten ziehen lassen. Danach mit einem Handtuch über dem Kopf – möglichst dicht über der Schüssel – zehn Minuten inhalieren, dabei durch die Nase tief ein- und ausatmen. Zweimal täglich anwenden. Achtung: Verbrühungsgefahr – lasse dein Kind nie allein! Nimm es am besten auf den Schoß.

3. Husten

Selbst gemachter Zwiebelsirup dämpft den Hustenreiz und tötet Keime ab. Dazu eine mittelgroße Zwiebel klein hacken. Mit zwei Teelöffeln Honig mischen und ziehen lassen. Von dem Saft dreimal täglich einen Teelöffel einnehmen.

Ebenfalls wirksam: Kartoffelwickel lösen den Schleim und dämpfen den Hustenreiz. Nicht zu heiße, zerdrückte Pellkartoffeln in ein Küchenhandtuch geben und einmal umschlagen. Das Tuch auf die Brust legen und mit einem Handtuch fest umwickeln. 20 bis 30 Minuten wirken lassen.

4. Ohrenschmerzen

Die schwefelhaltigen ätherischen Öle der Zwiebel bremsen den Schmerz aus und wirken keimhemmend. Für ein "Zwiebelpäckchen" eine Zwiebel klein hacken, in ein Stofftaschentuch oder einen Socken füllen und zubinden. Zwei Minuten in kochendes Wasser tauchen. Etwas abkühlen lassen, aufs Ohr legen, Mütze darüber, fertig! Ein bis zwei Stunden wirken lassen, zwei- bis dreimal täglich anwenden.

5. Übelkeit

Wenn deinem Kind schlecht ist, beruhigen die Scharfstoffe (Gingerole) des Ingwers seinen flauen Magen. Für einen Tee zwei dünne Scheiben mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen. Nach zehn Minuten in kleinen Schlucken trinken.

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6. Prellungen und Verstauchungen​

Wirkt schön kühlend: Magerquark (aus dem Kühlschrank) aufstreichen, mit einem Küchenhandtuch bedecken und einer Mullbinde umwickeln. Die Quarkkompresse so lange wirken lassen, bis sie warm ist, dann vorsichtig abwaschen. Drei- bis viermal täglich anwenden.

7. Verbrennungen

Eine kleinere Brandwunde kannst du nach dem Kühlen mit einem "Eiweißpflaster" abdecken. Dazu ein Ei aufschlagen und die Stelle mit dem Eiweiß bestreichen. Nach jedem Waschen wiederholen. Unter der Schutzschicht, die Schmutz und Schadstoffe abhält, bildet sich neue Haut.

8. Durchfall

Die Gerbstoffe der Heidelbeere dichten den Darm ab. Für einen Tee einen Esslöffel getrocknete Heidelbeeren mit 200 Milliliter kaltem Wasser aufgießen, zehn Minuten köcheln lassen und abseihen. Zwei- bis dreimal täglich eine Tasse trinken.

9. Bauchschmerzen

Eine warme Leinsamenkompresse entspannt, wenn es im Magen zwickt und drückt. Dafür eine Tasse Leinsamen mit Wasser bedecken und zu Brei verkochen. Den Brei in ein Tuch geben, und es von allen Seiten einschlagen, so dass ein Päckchen entsteht. Die Kompresse auf den Bauch legen und mit einem Baumwolltuch abdecken – vorher die Temperatur testen. Sie sollte für deinen kleinen Patienten gerade noch erträglich sein. Decke dein Kind warm zu. Nach einer halben Stunde den Umschlag entfernen. Bei Bedarf nach einer Stunde wiederholen.

10. Halsweh

Salbei bremst das lästige Halskratzen aus und wirkt entzündungshemmend. Für einen Tee zwei Teelöffel getrocknete Salbeiblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. Abdecken und 20 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und mit Honig süßen. Alle halbe Stunde mit der frisch zubereiteten, lauwarmen Lösung gurgeln.

11. Gerstenkorn

Wenn ein Gerstenkorn am Augenlid drückt, kann Leinsamen Erleichterung verschaffen. Einen Esslöffel geschroteten Leinsamen in einer Tasse kochendem Wasser verrühren, sieben Minuten quellen lassen. Ein weiches Tuch mit dem Brei tränken und zehn Minuten auf das geschlossene Auge legen. Dreimal täglich wiederholen.

12. Kopfschmerzen

Viel Ruhe, eine Vorlesegeschichte oder entspannende Musik tun kopfschmerzgeplagten Kindern gut. Helfen kann auch ein Armbad: kaltes Wasser ins Waschbecken oder eine kleine Wanne füllen. Die Arme bis zur Mitte der Oberarme eintauchen – für ca. 30 Sekunden. Mehrmals täglich wiederholen.

Wann zum Arzt?

Jede Selbstbehandlung hat ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden nicht verschwinden, sich verschlechtern oder neue hinzukommen, sollten Eltern auf jeden Fall mit dem kleinen Patienten zum Kinderarzt gehen.

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