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Beschwerden natürlich lindern

Helfen mit Heilpflanzen

Viele Eltern wünschen sich eine natürliche und nebenwirkungsarme Behandlung für ihre Familie und bevorzugen bei ihren kranken Kindern pflanzliche Medizin und zwar schon im Säuglingsalter. So hilfst du deinem Schatz beim Zahnen oder bei Koliken auf die sanfte Tour.

 

Irgendwann wird jedes Kind einmal krank. Es muss gar nichts Schlimmes sein, nur die ersten Blähungen vielleicht oder ein wunder Windelpo. Manchmal sind Krankheiten sogar wichtig, an ihnen reift das Immunsystem der Kinder. Husten und Schnupfen machen also durchaus Sinn, denn durch die Bakterien und Viren entwickelt sich die körpereigene Abwehr sowie Selbstheilungskräfte. So ist der Körper später in der Lage, vielen „Eindringlingen“ Paroli zu bieten.

Bei leichteren Beschwerden können Eltern mit Naturheilkunde ihrem Baby behutsam helfen. Aber: was wirkt, kann auch „neben-wirken“ – auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen. Die kommen manchmal zustande, weil die Anwendung nicht korrekt durchgeführt wurden, die Dosis zu hoch war, oder die Anwendungsdauer überschritten wurde. Und: Unklare Symptome oder Beschwerden, die innerhalb weniger Tage nicht besser werden, gehören in fachkundige Hände.

 

Blähungen bei Babys

Symptome: Geblähter Bauch, Schlafstörungen, Unruhe am Tag, anhaltendes Schreien – vor allem abends, Füße werden eng an den Körper gezogen und die Hände geballt, vermehrtes Abgehen von Winden

Therapie: Drei-Winde-Tee: für eine 100 g-Teemischung 50 g Fenchel-, 25 g Anis- und 25 g Kümmelfrüchte mischen. Unmittelbar vor der Zubereitung die Früchte mit einem Mörser zerkleinern. 1 TL der Mischung mit 150 ml heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Säuglinge täglich 3 x 50 ml, ab 1 Jahr 3 x 75 ml. Oder Sie selber trinken den Tee etwa 30 Minuten vor dem Stillen, denn die karminative Wirkung der Früchte geht in die Muttermilch über.

 

Die Zähnchen kommen durch

Symptome: vermehrter Speichelfluss, gerötete Wangen, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Finger in den Mund stecken, Trinkunlust, das Baby kaut an allem, vermehrtes Quengeln und intensives Schreien, leicht erhöhte Temperatur, unruhiger Schlaf

Therapie: Veilchenwurzel. Lange, bevor es Beißringe gab, wurden Veilchenwurzeln eingesetzt. Es handelt sich dabei um Stücke aus dem Wurzelstock der Schwertlilie. Er enthält Schleimstoffe und ätherische Öle, die an Veilchen erinnern. Wenn das Baby darauf herumkaut, legen sich die Schleimstoffe kühlend auf die empfindliche Zahnleiste. Im Fachhandel gibt es Schnullerketten mit Veilchenwurzeln, die sich gut an der Babykleidung befestigen lassen. Die Wurzel sollte aus hygienischen Gründen jeden Tag für fünf Minuten ausgekocht werden, damit sich keine Keime bilden.  

 

Windeldermatitis und Windelsoor

Symptome: Babys Po ist im Bereich der Windel wund und rot, bei, Soor zusätzlich nässende und leicht blutende Stellen, die Rötungen sind massiv ausgeprägt und scharf umrandet.

Therapie: 1 Beutel Bio-Schwarztee mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Ein sauberes Tuch mit dem handwarmen Tee tränken und für 10 Minuten auf den wunden Po legen. Mehrmals täglich wiederholen

 

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