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Lebenselixier

Die Milch macht's

Warum Milch für Kinder so gesund ist - und: Was das weiße Nahrungsmittel so besonders macht.

Milch macht müde Männer munter – behauptete zumindest ein Werbe-Slogan aus den 1950er-Jahren. Später hieß es dann verkürzt: „Die Milch macht’s“, und 2009 lautete die Botschaft „Milch ist meine Stärke“. Unterstützt wurde die Kampagne von Promis wie Barbara Schöneberger oder Fußballer Miroslav Klose. Milch ist nach Wasser das älteste Getränk der Welt und seit Urzeiten wichtiges Grundnahrungsmittel

Milch ist das allererste, was Menschen und Säugetiere zu sich nehmen. Muttermilch ist bei Säuglingen die erste Wahl. Sie enthält alle notwendigen Nährstoffe, schützt vor vielen Infektionskrankheiten und Allergien. Ein weiterer Vorteil: sie ist stets verfügbar und immer richtig temperiert. Mütter, die nicht stillen können oder wollen, füttern industriell hergestellte Säuglingsmilch. 

In der Milch sind wichtigste Nährstoffe enthalten

Milch lieferte über Jahrtausende Menschen, die sich kein Fleisch leisten konnten, wichtige Nährstoffe. Denn neben viel Protein enthält sie Calcium, Magnesium, B-Vitamine sowie Jod und Zink. Calcium braucht der Körper für die Festigkeit von Knochen und Zähnen. Milch- und Milchprodukte sind nicht nur die besten Calciumlieferanten unter den Lebensmitteln, sondern auch besonders gut verwertbar für den Körper.

Milch enthält außerdem Fett - die fettarme Variante 1,5 Prozent, vereinzelt ist inzwischen sogar Milch mit einem Fettgehalt von unter 1 Prozent erhältlich. Doch Vorsicht bei fettreduzierten Milchprodukten wie Frucht-Joghurt oder -Buttermilch: Viele dieser vermeintlichen "Diät"-Produkte enthalten bei näherer Betrachtung Zucker. Ein Blick auf die Zutatenliste verschafft Klarheit.

Milch zählt aus ernährungswissenschaftlicher Sicht übrigens nicht zu den Getränken, sondern zu den Nahrungsmitteln. Als Durstlöscher ist sie ungeeignet; Wasser und ungesüßte Früchte- sowie Kräutertees sind nicht nur bei Kindern die bessere Wahl. Kinder benötigen täglich etwa drei Portionen Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch, Quark und Käse. wenn dein Kind keine Milch mag, sind vielleicht selbst gemachte Milchshakes oder Milch-Mixgetränke mit frisch püriertem Obst eine gute Alternative.

Bei Unverträglichkeiten gibt‘s laktosefreie Milch als Alternative

Müsli und Getreidebrei mit Milch angerührt mögen Kinder häufiger auch lieber als ein Milch pur. Und in Milchreis oder Grießbrei lässt sich Milch auch „verstecken“. Einige Kinder vertragen keine Milch, weil sie allergisch auf das Eiweiß darin regieren oder den enthaltenen Milchzucker, auch Laktose genannt, schlecht verdauen können. Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit kannst du auf laktosefreie Milch zurückgreifen. Sie ist genauso nährstoffreich wie herkömmliche Milch und in mittlerweile fast jedem Supermärkt erhältlich. Ob tatsächlich eine Laktoseintoleranz vorliegt, kann nur der Kinderarzt feststellen.

  • Rohmilch
    Unbehandelte, frisch gemolkene Kuhmilch. Darf nur von Bauern direkt verkauft werden und sollte vor dem Verzehr abgekocht werden. 
  • Frischmilch
    Durch Pasteurisierung Vitamin-Verlust von ca. 10 Prozent. Haltbarkeit: etwa acht Tage.
  • ESL-Milch 
    Auf den Verpackungen steht auch als „länger frisch“. Wird für eine bis fünf Sekunden auf ca. 125 Grad erhitzt, verliert ca. 15 Prozent der Vitamine. Haltbarkeit: drei Wochen.
  • Bio-Milch
    Bio-Milch enthält mehr Linolsäure als die Milch von konventionell gehaltenen Kühen. Im Bio-Kühlregal werden auch Schaf- und Ziegenmilch angeboten.

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