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Auf sanften Pfaden

Pflegetipps für empfindliche Kinderhaut

Die Haut von Kindern ist sensibel und schutzbedürftig. Sie verlangt besondere Aufmerksamkeit – und auch die tägliche Reinigung und Pflege erfolgt am besten im Schonwaschgang. Wie sich der Nachwuchs rundum wohl in seiner Haut fühlt.

Typsache

Jedes Kind ist anders – das gilt auch für die Haut. Deshalb gibt es keine Pflege, die immer hilft und zu der Eltern bedenkenlos greifen können. Entdecken sie Irritationen oder rote Stellen am Körper ihres Sprösslings, zeigen sie diese am besten direkt dem Kinderarzt. Der Experte klärt dann ab, ob eventuell eine Allergie oder eine chronische Erkrankung wie Neurodermitis dahintersteckt.

Grundsätzlich gilt: Bei sehr trockener und rissiger Haut sind fettreiche Cremes mit wenig Wasseranteil gut. Sie helfen der Haut dabei, ihre Schutzfunktion wieder aufzubauen und bewahren sie davor, auszutrocknen. Lotionen dagegen haben einen hohen Wasseranteil. Sie eignen sich zum Beispiel zur feuchtigkeitspendenden Pflege im Sommer.

 

Augen auf beim Einkauf

Künstliche Duftstoffe und chemische Substanzen können gerade bei kleinen Kindern Allergien und Ausschläge hervorrufen. Eltern sollten daher immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe der Produkte werfen, die sie an die Haut ihrer Kinder lassen. Denn der Teufel steckt hierbei oft im Detail. Selbst etablierte Kosmetikprodukte enthalten mitunter Duftstoffe oder Konservierungsmittel, die bei sensiblen Hauttypen ungewollte Reaktionen hervorrufen. Wer auf Nummer sicher gehen will: Testinstitute oder Verbraucherzeitschriften nehmen regelmäßig Pflegeprodukte für Kinder unter die Lupe.

 

Katzenwäsche statt Mammutbad

Zu langes Baden zerstört die Hautbarriere. Daher sollten Kinder besser nur kurz in die Wanne oder unter die Dusche. Rückfettende Badezusätze im Wasser helfen der Haut dabei, ihre Schutzfunktion aufrecht zu erhalten. Und nach dem Planschspaß heißt es: Besser nicht kräftig abrubbeln, sondern sanft mit einem weichen Handtuch abtupfen, um die Haut nicht zusätzlich zu belasten. Direkt im Anschluss an das Bad tut kleinen Körpern eine Pflegecreme gut.

 

Gut umhüllt

Kleidung schützt die Haut gegen Umwelteinflüsse – sie kann aber auch Probleme verursachen. Vor allem dann, wenn der Stoff scheuert und juckt. Raue Wollpullis auf nackter Haut sind daher tabu, weiche Materialien wie Seide oder reine Baumwolle tut sensibler Kinderhaut dagegen gut.

Vorsicht ist auch bei neuer Kleidung geboten, denn darin stecken oft chemische Farbstoffe oder gar Pestizide. Daher wandern Kapuzenpulli & Co. unbedingt zuerst in die Waschmaschine, bevor sie ihr Plätzchen im Kleiderschrank finden.

 

Dünnhäuter dick eincremen

Die Haut von Kindern ist bis zu fünf Mal dünner als die von Erwachsenen. Und auch die Pigmentzellen sind im Kindesalter erst noch dabei, sich zu entwickeln. Deshalb sollten Eltern die Frühlingssonne keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Denn auch schon jetzt können UV-Strahlen Schaden anrichten.

Für kleine Abenteurer heißt es daher bereits im Frühjahr: Sonnenhut auf! Wenn die Sonne ihre Kraft wieder voll entfaltet, sollten die Kleinen vor allem empfindliche Stellen wie Ohren, Nase und Wangen schützen – mit einer Creme mit hohen Lichtschutzfaktor.


 

Unsere Expertin:

Dr. Anne Haan, Ärztin der Kinderdermatologie, Charité Universitätsmedizin, Berlin

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