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Sommerkrankheiten

Hilfe bei Sommerwehwehchen

Die Sonne strahlt, die Kinder spielen draußen, die Welt scheint in Ordnung. Doch auch in der warmen Jahreszeit können Fieber, Insektenstiche oder ein Hitzschlag lästige Begleiter sein. Diagnose und Therapie für typische Sommerkrankheiten.

Ein krankes Kind braucht besonders viel Liebe und Zuwendung. Oft freut es sich über Gesellschaft und ein gemütliches Lager auf dem Sofa statt im eigenen Bett. Eltern sollten auf ihr Gefühl hören. Wenn sie unsicher sind oder sich Sorgen machen, bringen sie ihr Kind am besten zum Arzt. Auf jeden Fall sollte der Nachwuchs zum Doktor, wenn Fieber mehr als drei Tage anhält und trotz fiebersenkender Mittel wie Wadenwickel nicht sinkt, wenn das Kind teilnahmslos wirkt oder bewusstlos wird.

Sommergrippe

Infekte der oberen Atemwege sind meistens harmlos und können mit SchnupfenHusten und Halsschmerzen, manchmal auch mit Brechdurchfall und Fieber einhergehen. Die Sommergrippe verläuft oft milder als eine Erkältung im Winter. Da sich das Immunsystem bei Kindern erst aufbauen muss, sind bis zum Schulalter acht bis zwölf grippale Infekte im Jahr, die meistens durch Viren ausgelöst werden, keine Seltenheit.
Was tun? Ruhe und Schlaf helfen den Kindern, wieder gesund zu werden. Viel trinken ist wichtig. Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, zum Beispiel durch feuchte Wäsche, die im Zimmer aufgehängt wird, bewahrt die Schleimhäute vor dem Austrocknen.

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Sonnenallergie

Einige Kinder zeigen nach dem Aufenthalt in der Sonne eine Hautreaktion mit Quaddeln, Pusteln oder Flecken. Sonnenallergie heißt jedoch nicht, dass man allergisch auf die Sonne ist, man reagiert auf bestimmte Inhaltsstoffe in der Sonnenmilch. 
Was tun? In der Apotheke gibt es juckreizstillende Gels oder Salben. Spezielle Sonnenschutzmittel beugen einer Sonnenallergie vor.

Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand in der Kindheit, der sich durch Rötung mit Berührungsempfindlichkeit bis hin zu Bläschenbildung zeigt, erhöht im späteren Leben das Hautkrebsrisiko. Ein starker Sonnenbrand geht mit Kopfschmerzen, Unruhe, Übelkeit und Fieber einher. Die UV-Strahlen stressen nicht nur die Haut, sondern auch das Immunsystem. Dieses muss bei einem Sonnenbrand erst mal die Hautschäden reparieren. Daher ist man dann anfälliger für andere Krankheiten wie die Sommergrippe. Es gilt also, einem Sonnenbrand durch Aufhalten im Schatten, Kopfbedeckung, Kleidung und Sonnencreme vorzubeugen.
Was tun? Raus aus der Sonne! Die leicht verbrannte Haut mit Umschlägen zum Beispiel aus Joghurt oder Quark kühlen. Viel trinken. Bei Bläschenbildung und Unwohlsein zum Arzt.

Sonnenstich

Starke Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken kann zu einem Sonnenstich mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Unruhe, Fieber und manchmal Bewusstlosigkeit führen. Der Kopf ist heiß, die Haut kühl. Vorbeugend hilft eine Kopfbedeckung.
Was tun? Das Kind sofort in einen kühlen Raum bringen und hinlegen. Kopf erhöht lagern, Stirn und Nacken mit feuchten Tüchern kühlen und viel trinken. Wenn sich das Kind nicht innerhalb weniger Minuten erholt, einen Arzt rufen. Bei Bewusstlosigkeit das Kind in die stabile Seitenlage bringen und sofort einen Notarzt rufen.

Hitzschlag

Aufgrund von starker Hitze funktioniert die Wärmeregulation des Körpers nicht mehr, es kommt zu einem Wärmestau mit Fieber, mitunter sogar zu Bewusstlosigkeit. Die Haut ist heiß, der Kopf rot, dem Kind ist übel und schwindelig und es wirkt schläfrig oder verwirrt.
Was tun? Einen kühlen Raum aufsuchen, Oberkörper hoch lagern, großflächige Umschläge aus feuchten Handtüchern machen und den Notarzt rufen. Wenn möglich, etwas Wasser trinken.

Insektenstiche

Reagiert das Kind nicht allergisch, sind die meisten Stiche harmlos und können selbst behandelt werden. Beim Essen und Trinken im Freien darauf achten, dass das Kind kein Insekt verschluckt.
Was tun? Wenn ein Wespen- oder Bienenstachel in der Haut bleibt, sollte man diesen schnellstmöglich entfernen und die Stelle anschließend mit Wasser und Seife reinigen. Gegen Schwellung und Juckreiz den Stich kühlen. In der Apotheke gibt es spezielle Gels und Salben. Auch Zwiebelsaft soll gegen Juckreiz helfen. Bei einer allergischen Reaktion oder einem Stich im Mundraum sofort den Notarzt rufen, die Stelle so lange kühlen.

Fieber

Obwohl es häufig bedrohlich wirkt, ist Fieber eine gesunde Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger, die sich bei hohen Temperaturen nicht so gut vermehren können. Da fiebersenkende Mittel nicht die Ursache, sondern nur die Symptome bekämpfen, sollte man sie nicht sofort einsetzen.
Was tun? Viel trinken, am besten jede halbe Stunde. Fiebernde Kinder sind im Bett am besten aufgehoben. Durchgeschwitzte Kleidung und Bettwäsche häufig wechseln. Wenn das Fieber länger als drei Tage anhält, das Kind teilnahmslos ist oder weitere Krankheitsanzeichen wie Kopfschmerzen, Durchfall oder Teilnahmslosigkeit zeigt, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Tipps für ein starkes Immunsystem im Sommer

  • Vom Baden oder Schwitzen durchnässte Kleidung schnellstmöglich wechseln.
  • Zugluft meiden.
  • Nicht zu lange in der Sonne aufhalten, vor allem nicht zwischen 11 und 15 Uhr, dann ist die UV-Strahlung am höchsten.
  • So wenig Zeit wie möglich in klimatisierten Räumen oder Autos verbringen.
  • Viel trinken, am besten Wasser, Saftschorle, abgekühlten Kräuter- oder Früchtetee.
  • Schwere Mahlzeiten vermeiden, lieber Salat und andere leichte, vitaminreiche Kost essen.
  • Viel Bewegung an der frischen Luft.
  • Bei hohen Temperaturen keinen Sport treiben – das stresst den Körper.
  • Häufig die Hände waschen.

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