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Gute Nacht!

Was tun, wenn mein Kind nicht schlafen will?

"Ich bin noch nicht müde", "Es ist doch gar nicht spät“: Viele Kinder wollen einfach nicht schlafen. Und manche können es nicht. Tipps von Kinderarzt und Schlafforscher Dr. Alfred Wiater, wie kleine Schlafmützen gut schlummern.

Frage: Wie können Eltern ihrem Kind helfen, in den Schlaf zu finden, Herr Dr. Wiater? AD

Antwort: Indem sie darauf achten, dass sich das Kind am Tag ausreichend an der frischen Luft bewegt  und sie am Abend Ruhe und Geborgenheit vermitteln – durch Rituale wie beispielsweise eine Gutenachtgeschichte oder ein Gutenachtlied. Ein regelmäßiger Schlaf-wach-Rhythmus reduziert nämlich Einschlafprobleme. Wenn diese über mehrere Wochen anhalten, sollten Eltern den Kinderarzt aufsuchen. Denn: Schlafmangel hat Folgen. Er fördert unter anderem Übergewicht, Wachstumsstörungen, Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen sowie depressive Verstimmungen.. Schlaf ist für Kinder und Eltern gleichermaßen wichtig. Der Körper regeneriert sich, das Immunsystem wird gestärkt, bei Kindern wird das Wachstumshormon ausgeschüttet. 

"Wir lernen im Schlaf"

Alles, was wir tagsüber erlebt haben, wird im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Dabei entsorgt unser Gehirn auch vieles, was nicht mehr gebraucht wird. So lernen wir im Schlaf und schaffen Kapazitäten für Neues. Je älter wir werden, desto weniger Schlaf brauchen wir übrigens: Während ein vierjähriges Kind noch einen Bedarf von rund zehn bis 14 Stunden hat, benötigt ein zehnjähriges acht bis elf Stunden. Erwachsene kommen mit etwa acht Stunden aus.

Unser Experte

Dr. Alfred Wiater Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kinderklinik des Kranken- hauses Porz am Rhein, Schlafforscher, Köln, www.khporz.de 

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