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Tipps für einen fröhlichen Schulstart

Es ist ein ganz besonderes Ereignis im Kinderleben: die Einschulung. Endlich dürfen die Kids wie die Großen lernen und über den Pausenhof toben. Tipps für einen gelungenen Auftakt.

 

Aufwärmphase: das hilft bei Lampenfieber​

Eltern sollten mit ihren Kindern über das Thema „Schule“ in Ruhe sprechen. Denn: Die anstehenden Veränderungen können durchaus einschüchternd wirken. Viele Schulen veranstalten „Schnuppertage“, an denen Kindergartenkinder schon im Vorfeld einen Blick „hinter die Kulissen“ werfen können. Vor dem großen Tag gibt es außerdem jede Menge zu erledigen: Die Abc-Schützen in spe freuen sich, wenn sie beim Einkaufen von Heften, Stiften & Co. mit anpacken können.

 

Schulranzen: die erste Prüfung

Der Schulranzen ist der ganze Stolz eines Erstklässlers. Wichtigstes Kriterium für die Schüler: das Design. Eltern sollten allerdings noch auf andere Details achten. Denn ein angemessenes Modell muss leicht, robust aber auch gut zu tragen sein und: die Kennzeichnung DIN 58124 besitzen. Diese Norm formuliert Anforderungen an die Qualität (zum Beispiel Wasserdichtigkeit und Stabilität), an die ergonomischen Eigenschaften (etwa Polsterung) und an die Sicherheit. Das heißt: Mindestens 20 Prozent der Vorder- und Seitenteile sind mit orangeroten oder gelben Reflektoren bestückt.

Dass das Gewicht des Tornisters zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts nicht überschreiten darf, gilt laut Experten heute als überholt. Die „Kid-Check Studie“ der Saarland-Universität zeigt, dass es individuell verschieden ist, wie viel Gewicht ein Kind auf dem Rücken tragen kann. Eltern sollten beim Tornister-Kauf demnach immer Faktoren wie Kraft- und Koordinationsleistung und das Trageverhalten ihres Kindes berücksichtigen.

 

Premierenfeier: das kommt in die Schultüte

Am Tag der Einschulung darf sie nicht fehlen: die Schultüte. Gut gefüllt „versüßt“ sie den Kleinen das große Ereignis. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt, einige Lieblingsnaschereien des Kindes in der Tüte zu verstecken und darüber hinaus auf nachhaltige Überraschungen zu setzen: zum Beispiel eine Brotdose samt passender Trinkflasche – vielleicht mit der Lieblings-Zeichentrickfigur verziert. Ein kleiner Glücksbringer oder eine Armbanduhr sind weitere Alternativen zu Bonbons oder Schokolade.

 

Pausenbrot: Power für gute Nerven

Lesen, rechnen und schreiben – die Schulzeit eröffnet den frischgebackenen Abc-Schützen neue Welten. Damit sie sich konzentriert und mit Freude auf ihre Aufgaben stürzen können, sollten sie während der Pause Kraft tanken. Ein belegtes Vollkornbrot, frische Obst- und Gemüsestreifen und ein Joghurt liefern die nötige Energie. Pausenbrot-Muffel lassen sich vielleicht durch geschnitzte Butterbrottiere, Obst-Käse-Spieße oder Nüsse begeistern. Ebenfalls wichtig für die Konzentration: ausreichend Flüssigkeit. Mineralwasser und ungezuckerte Früchtetees eignen sich als gesunde Durstlöscher.

 

Heimspiel: der richtige Platz für die Hausaufgaben

Mit dem Schuleintritt verändert sich der Alltag: Am Nachmittag stehen Hausaufgaben auf dem Programm. Damit die Übungen leicht von der Hand gehen, ist eine entspannte Lernatmosphäre wichtig.

Der Arbeitsplatz sollte an einer ruhigen, ausreichend beleuchteten Stelle – fernab von TV und Musikanlage – eingerichtet werden. Bei der Auswahl der Möbel schauen Eltern am besten genau hin: Ein mitwachsender Schreibtisch samt schräg verstellbarer Platte und ein Stuhl, der ebenfalls in der Höhe variabel ist, begleiten die Kleinen – ihrer jeweiligen Körpergröße angepasst – durch die Schulzeit. Wichtig: Beim Sitzen müssen die Füße des Sprösslings bequem auf dem Boden stehen. Knie- und Ellenbogengelenke bilden jeweils einen rechten Winkel.

 

Schulweg: Übung macht den Meister

Die Familie sollte im Vorfeld den Weg zur Schule trainieren: Ob zu Fuß oder mit dem Bus – Kinder müssen das richtige Verhalten als Verkehrsteilnehmer erst noch lernen. Wichtig ist, dass die Erwachsenen nicht den schnellsten, sondern den sichersten Weg wählen. Ampellose Kreuzungen oder schlecht einsehbare Ausfahrten gilt es – wenn möglich – zu meiden.

Am besten übt man die Route unter „realen“ Bedingungen, sobald am frühen Morgen die Rush-Hour der Berufspendler und Schulkinder beginnt. Die Kleinen sollten aber auch mit Hilfe von „Trockenübungen“ lernen, sich in unvorgesehenen Situationen zurechtzufinden: „Was mache ich, wenn die Ampel ausfällt oder ich Freunde auf der anderen Straßenseite sehe?“ Ein Perspektivwechsel während des Trainings kann aufschlussreich sein: Eltern verschaffen sich in Hockhaltung auf Augenhöhe ihres Kindes einen neuen Überblick über die Straßensituation. Und: Sobald die dunkle Jahreszeit anbricht, sind Reflektoren an der Jacke für einen sicheren Schulweg unerlässlich.

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