Lausige Zeiten

So werdet ihr die Läuse los

Und alle Jahre wieder: Dein Kind kratzt sich kurz nach den Sommerferien ständig am Kopf? Läuse! Mit beharrlicher Behandlung und Kommunikation mit Kita und Schule werdet ihr die nervigen Krabbler wieder los.

"Liebe Eltern, es sind wieder Kopfläuse aufgetaucht. Bitte kontrollieren Sie die Köpfe Ihrer Kinder." Spätestens nach den Sommerferien ist es wieder so weit: lausige Post aus der Schule oder Kita. Peinlich muss das niemandem sein, denn die Heimsuchung der Kopflaus hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Jeder kann sie bekommen. Die flügellose bis zu drei Millimeter große Laus lebt ausschließlich auf dem menschlichen Kopf.

"Wo Menschen sind, werden auch immer Läuse sein", weiß Jan Krüger, Vorsitzender der Deutschen Pediculosis Gesellschaft e. V. Ganz normal also. Jedoch ignorieren immer noch einige Eltern den Befall, schweigen ihn tot und bringen so die Lawine der Verbreitung in Gang. Dass inzwischen mit dem Thema offener umgegangen wird, dämmt die Ausbreitung. Kopfläuse sind zwar lästig, aber ungefährlich, da sie keine Krankheiten übertragen. Die springende Kopflaus ist übrigens auch eine Mär. Läuse krabbeln. Und zwar direkt von Kopf zu Kopf, weshalb gerade spielende Klein- und Schulkinder betroffen sind.

Da Läuse abseits des Kopfes nicht lange überleben, empfiehlt sich für ein besseres Gefühl: kopfnahe Dinge wie Kämme, Bürsten, Mützen, Kuscheltiere und Bettzeug waschen. Und es gibt sehr wirksame Mittel aus der Apotheke wie "Licener", die nur einmal angewendet werden müssen.

Wenn die Läuse-Invasion kommt

Gerade Mädchen mit langen, gelockten Haaren denken im Fall des Falles, dass die Läuse gefühlt überall krabbeln. Dann hilft nur noch das Auskratzen jeder einzelnen Nisse mit den Fingernägeln. Eine Mutter erinnert sich: "Ich habe dann täglich Läusestunden vor dem Fernseher eingerichtet, damit die genervten Kinder still sitzen. Das Entlausen ziept unheimlich. So viele Filme haben sie nie wieder geguckt!"

Um erfolgreich auf Läusejagd zu gehen, sind gutes Licht, eine Lupe und ein feinzinkiger Kamm notwendig. In die nassen Haare am besten eine Pflegespülung geben und dann Strähne für Strähne sorgfältig auskämmen. Ausgewachsene Exemplare sind gut sichtbar, die Larven und bräunlich-gelben Eier kleben unweit von der Kopfhaut entfernt fest im Haar. Mit ihren Beinen klammern sich die Blutsauger an den Haaren fest, stechen mit ihren Mundwerkzeugen in die Kopfhaut und verursachen per Speicheldrüsensekret den typischen Juckreiz.

Der Feldzug gegen die Laus

Um nach wenigen Tagen keine Überraschung zu erleben, müssen neben den ausgewachsenen Insekten auch deren Eier sorgfältig bekämpft werden. Insektizidfreie Präparate befreien schonend und wirksam von den Parasiten. Wichtig ist die sofortige Behandlung, die Überprüfung der Personen aus dem nahen Umfeld sowie die Benachrichtigung der Schule oder Kita. Gemäß Infektionsschutzgesetz sind Eltern dazu verpflichtet, eine Verbreitung zu verhindern. Ein Kind darf erst wieder in die Einrichtung, wenn sein Befall nachhaltig beseitigt wurde. Das können die Eltern selbst bescheinigen, oder es macht der Arzt. Mehr Infos: pediculosis-gesellschaft.de

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