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Schreiben lernen: Warum es Sinn macht und wie es am besten klappt

Viele Abc-Schützen in spe können kaum erwarten, es zu lernen. Aber: Ist Schreibenlernen heute noch zeitgemäß? Wir beleuchten dieses Thema mithilfe unserer Expertin und erläutern, welche Produkte in diesem Bereich als Unterstützung für die kleinen Schreiberlinge besonders empfehlenswert sind.

Mit der Hand schreiben – das machen wir im Alltag kaum noch. Kommunikation funktioniert heute, indem wir "in die Tasten hauen" oder auf einem Display hin- und herwischen. Müssen Kinder angesichts der voranschreitenden Digitalisierung also das Schreiben von Hand überhaupt noch lernen? Unbedingt! Denn es ist maßgeblich für die kognitive Entwicklung von Kindern. Eine motorische Höchstleistung, die Verknüpfungen und Prozesse im Gehirn auslöst, die beim Tippen auf dem Tablet oder Smartphone nicht stattfinden.

Kurzum: Wenn wir einen Buchstaben oder eine Zahl mit dem Stift aufs Papier bringen, ist unser Gehirn viel stärker gefordert. Zudem belegen Studien, dass wir ein Thema durch handschriftliche Notizen besser erfassen und es uns besser merken können. Der Grund: Während des Schreibens setzt sich das Gehirn mit dem geschriebenen Inhalt auseinander und speichert das Wissen so nachhaltig im Gedächtnis ab – ein großer Vorteil fürs Lernen also.

Forscher haben herausgefunden, dass Kinder kreativer sind, wenn sie das Schreiben mit dem Stift lernen. Sie stellten eine unterschiedliche Hirnaktivität fest – je nachdem, ob sie mit Stift oder Tastatur schrieben. Dafür, dass Kinder bei diesen spannenden Prozessen bestmöglich unterstützt werden, gilt es, sie mit geeignetem Schreibequipment auszustatten sowie ihren ersten kleinen "Arbeitsplatz" schreib- und lernfreundlich zu gestalten. Worauf ihr dabei achten solltet sowie passende Produktempfehlungen haben wir für euch im folgenden Artikel aufgeführt.

Schreibtisch-Kauf: Nehmt eure Kinder mit

Die Ansprüche an einen Schreibtisch haben sich in den letzten Jahren geändert. Zwar stehen Funktionalität und eine lange Nutzungsdauer im Fokus, jedoch wird der Designanspruch dabei immer größer. Mit seinem formschönen und funktionalen Schreibtisch "Diego" trägt der Kinder- und Jugendmöbelhersteller Paidi dieser Entwicklung Rechnung. Neben dem bisher bekannten Kreideweiß ist dieser Kinder- und Jugendschreibtisch ab 2019 in zwei weiteren modernen Farben erhältlich. Die neuen Modelle in Eiche-Nautik und Eiche-Nebraska greifen den Trend zur Natürlichkeit auf und sorgen für eine angenehm warme Atmosphäre. So ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Kinder und Jugendliche brauchen individuelle, funktionale und motivierende Möbel, die auch mit jeder Entwicklungsstufe Schritt halten. Diesen Anspruch erfüllt Paidi seit mehr als 80 Jahren mit mitwachenden Kindermöbeln, die ergonomisch, flexibel ausbau- und erweiterbar sind und sich ganz nach den Bedürfnissen des Kindes gestalten lassen.

Neuere psychologische Erkenntnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass den Kids ihr Schreibtisch gefällt, um ihre Motivation zu steigern. Daher raten Experten, den Nachwuchs nicht nur beim Kauf mit einzubeziehen, sondern auch bei dessen Gestaltung: von einem clean aufgeräumten Schreibtisch bis zum geordneten Chaos – wichtig sei es, den jeweiligen Lerntyp zu unterstützen. Auch Musik, Handys oder Tablets sollten ihren Platz finden, denn wer sich konzentriert, braucht auch kreative Pausen.

Formschönes Design und volle Funktionalität

"Heutzutage kaufen Eltern einen Schreibtisch nicht mehr nur unter den Aspekten Zeitlosigkeit, Stabilität und Ergonomie, sondern vor allem auch nach der Optik – Kinder sowieso", weiß Roland Mayer, Paidi-Geschäftsführer. Die formschöne Tischplatte mit abgerundeten Ecken von "Diego" ist im trendigen Kreideweiß mit kieselgrauen Kanten erhältlich oder in den warmen Eiche-Dekoren Nautik und Nebraska. Die Tischplatte harmoniert perfekt mit Gestellen wahlweise in Weiß oder Silberfarben. "Weitere Akzente im angesagten Grauton finden sich bis ins kleinste Detail auch an anderen Stellen wieder, so zum Beispiel in der Beschriftung des Lineals an der Tischkante, welches zugleich auch als Absturzhilfe dient", so Paidi-Produktdesigner Bruno Agostino. Aber auch die Abschlusskappen der Füße, die sich fließend in die Form des Gestells einfügen, und der Kantenschutz an der integrierten Ablagemulde sowie der Griff der bewährten Paidi-Kurbel für die stufenlose Höhenverstellung des Tisches, nehmen den Grauton wieder auf und unterstreichen so die Modernität.

Um allen Ansprüchen an Kinderzimmergrößen gerecht zu werden, gibt es "Diego" in den Breiten 105, 120 und 140 Zentimeter. Zusätzlich gibt es den Schreibtisch auch mit geteilter Tischplatte (Breite 130 Zentimeter) als "Diego GT". "Hier können zwei Drittel der Arbeitsfläche stufenlos bis zu einem Neigungswinkel von 19 Grad schräggestellt werden (s. Foto). Die restlichen ca. 37,5 Zentimeter bleiben dabei plan“, erklärt Agostino. „Diese Fläche kann optimal für ein Notebook, Tablet, Buchstütze, Hefte oder auch Getränke genutzt werden“, ergänzt Mayer. Die feststehende Platte kann rechts oder links am Schreibtisch angebracht werden und ist so für Rechts- oder Linkshänder geeignet.

Das Thema Sicherheit wird im Hause Paidi groß geschrieben. So befindet sich zwischen der neigbaren und der feststehenden Schreibtischplatte von "Diego GT" eine weiße Streifenbürste, welche dafür sorgt, dass keine Finger eingeklemmt werden. Zugleich verhindert sie, dass kleine Lernutensilien wie Stifte, Post-its oder Büroklammern etc. herunterfallen.

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Bitte Platz nehmen: und zwar auf "Speedy"

Für den idealen "Arbeitsplatz daheim" und somit perfekte Voraussetzungen, um das Schreiben zu erlernen und zu üben, ist neben dem richtigen Schreibtisch auch die Wahl eines geeigneten Sitzmöbels von großer Bedeutung. Paidi bietet in diesem Bereich zahlreiche Möglichkeiten. Eine Innovation ist "Speedy":

"Speedy" ist die bewegliche Sitzalternative zum Schülerschreibtischstuhl und bringt mit der patentierten "Sitness-Technologie" dynamisches Sitzen mit sicherem Stand an den Schülerschreibtisch. Denn was für Erwachsene gilt, muss erst recht für die sich noch entwickelnde Wirbelsäule von Kindern beachtet werden: Langes, starres Sitzen ist ungesund, weil insbesondere der Rücken belastet wird. Der Effekt von "Speedy": Bewegung und Sitzen schließen sich nicht aus, sondern im Gegenteil – die Aktivität wird gefördert. Muskeln und Gehirn werden besser durchblutet, somit steigen Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit spürbar.

"Speedy" gibt es in zwei Gestellfarben: Weiß und Grau. Außerdem stehen fünf  Sitzfarben zur Auswahl: Azurblau, Brombeere, Grau, Limette, Schwarz. Übrigens: Die Sitzhöhe ist stufenlos einstellbar (circa 38-48 Zentimeter Sitzhöhe).

Die "Sitness-Technologie" hebt die starre Verbindung zwischen Hocker und Boden auf und schafft mit einem horizontalen Schwingeffekt ein aktives, dreidimensionales Sitzerlebnis, das mehr Bewegungsfreiheit bietet und automatisch die Rückenmuskulatur trainiert. Damit kann der Sitzhocker schon früh und präventiv Haltungsschäden entgegenwirken.

Hier kommt "Speedy"

Buchstabe für Buchstabe oder nach Gehör: Wie Grundschüler schreiben lernen

Bereits in der Kita oder Vorschule werden zukünftige Erstklässler anhand spielerischer Übungen an die Welt der Buchstaben herangeführt. Viele können schon vor der Einschulung Buchstaben, eine Zahl, erste Wörter oder sogar ihren eigenen Namen schreiben. Die didaktische Methode, mit der sie die Schriftsprache in der Grundschule erlernen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – und Entscheidung der Schule. Mit welcher sie besser schreiben lernen, darüber streiten Experten seit Jahren. Eine – besonders umstrittene – Methode ist "Lesen durch Schreiben". Sie geht auf den Schweizer Pädagogen Jürgen Reichen zurück. Reichens Ansatz: Die Schüler sollen ein Wort mithilfe einer Anlauttabelle so schreiben, wie sie es hören, zum Beispiel: "Moagen gen wia in den Tso" ("Morgen gehen wir in den Zoo"). Die richtige Rechtschreibung spielt erst mal keine Rolle. Der Lehrer korrigiert keine Fehler, um die Schreiblust der Abc-Schützen nicht auszubremsen. So können Kinder zwar schon binnen kurzer Zeit Wörter und eigene Geschichten zu Papier bringen, häufig aber eben mit Fehlern in der Rechtschreibung. Für die Schüler ist es schwer, sich die einmal angewöhnte falsche Schreibweise wieder abzugewöhnen. Hamburg und Baden-Württemberg haben "Lesen durch Schreiben" deshalb bereits verboten, andere Bundesländer wollen nachziehen.

Eine weitere Lernmethode ist die "Fibelmethode". Dabei lernen Kinder einzelne Buchstaben und setzen diese zu einem Wort zusammen. Zunächst einfache Wörter, die man so schreibt, wie man sie spricht (beispielsweise "Affe" oder "Sonne"). Umlaute, Doppelvokale und andere sprachliche Besonderheiten folgen dann später. Die Lehrer achten von Anfang an darauf, dass die Kinder richtig schreiben. Um ihren Schülern die Schriftsprache beizubringen, bedienen sie sich in der Regel einer Mischung aus verschiedenen Methoden

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Druckschrift statt Schreibschrift?

Erstklässler lernen in Deutschland zunächst die Druckschrift. Im zweiten Schritt erwerben sie eine Schreibschrift, aus der sie dann im weiteren Verlauf ihre individuelle Handschrift entwickeln sollen. Welche Schriftart gelehrt wird,  ist – wie auch bei den Methoden – Ländersache. Die Grundschulen haben die Wahl zwischen drei verschiedenen Schreibschriften – und: der Grundschrift, eine unverbundene Schrift aus Druckbuchstaben ohne Schleifen und Häkchen. Das Grundschrift-Konzept sieht einen direkten Übergang von der Druckschrift zur persönlichen Handschrift vor. Grundschulen entscheiden sich immer häufiger gegen eine Schreib- und für die Grundschrift. Kritiker, darunter auch Bestseller-Autorin Cornelia Funke, sehen das mit Sorge – und die Schreibschrift als Kulturgut bedroht. Damit diese nicht wie in Finnland abgeschafft wird, haben einige sogar die Aktion "Rettet die Schreibschrift" ins Leben gerufen – und Susanne Eisenmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, eine Petition mit 15.100 Unterschriften übergeben. Inwiefern es tatsächlich nachteilig ist, dass Kinder keine Schreibschrift mehr lernen, darüber herrscht Uneinigkeit.

Laut Lehrplanvorgabe der Kultusministerkonferenz sollen Kinder jedenfalls bis zum Ende der vierten Klasse eine "lesbare Handschrift flüssig schreiben". Fakt ist: Nur wenn sich die Hand geschmeidig und automatisch bewegt, kann eine flüssige Schrift entstehen. Bei der Automatisierung von Schreibbewegungen geht es – unabhängig von der ausgewählten Schriftart – darum, körperlich zu erfahren, auf welche Bewegungsabläufe es ankommt. Und: ein Gefühl für Geschwindigkeit, Beschleunigung, Größenskalierung und Druck beim Schreiben zu entwickeln. So entstehen dann die Buchstaben – und mit zunehmender Routine auch längere und anspruchsvollere Texte.

Es gilt ein Sprichwort-Klassiker: Übung macht den Meister

Auf dem Weg zum Schreiberling kannst du dein Kind unterstützen. Am besten ohne Druck und dröges Buchstabenüben, denn das verdirbt nur den Spaß am Schreiben. Stattdessen mit kindgerechten Übungsheften für das entsprechende Alter – und: ganz alltäglichen Dingen wie Gemüse schnippeln, Teig kneten und Knetmännchen formen. Das trainiert nämlich die Schreibmotorik. Und eine gute Schreibmotorik ist wichtig, damit ein Kind mit flüssigen, unverkrampften Bewegungen ohne Druck schreibt. 

Mein Kind ist ein Linkshänder: Schreiben lernen? Mach ich mit links!

Dein Kind ist Linkshänder? Dann zieht es den Stift nicht wie Rechtshänder, sondern schiebt ihn in Schreibrichtung. Das gilt es zu beachten:

  • Nicht versuchen, dein Kind auf die rechte Hand umzuschulen.
  • Die Schreibhaltung: Das Blatt nach rechts kippen, die schreibende Hand liegt unter dem Geschriebenen, schreiben "von unten".
  • Lockere und entspannte Stifthaltung: Schreibhilfen, die man auf den Stift aufsteckt, helfen beim Erlernen der richtigen Stifthaltung ohne Verkrampfungen und Extremstellungen der Finger.
  • Es gibt zahlreiche Produkte speziell für Linkshänder. In jedem Fall sinnvoll: ein Linkshänder-Füller sowie eine -Schere.
  • Dem Lehrer mitteilen, dass dein Kind Linkshänder ist.
  • Der beste Sitzplatz im Klassenzimmer ist an einem Zweiertisch auf der linken Seite.
  • Für den Schreibtisch zu Hause gilt: Er muss auch für Linkshänder einrichtbar sein. Diesen Vorteil bietet "Diego GT" von Paidi:
So flexibel ist "Diego GT"

Schreiben lernen: Welches Schreibgerät ist das richtige für mein Kind?

Die Schule teilt dir mit, welches Schreibgerät dein Kind verwenden soll. Die ersten Schreibversuche unternehmen Erstklässler für gewöhnlich mit einem Bleistift. Einen Füllhalter benutzen sie erst, wenn sie das flüssige Schreiben beherrschen. Schreibgeräte für Schulanfänger sind inzwischen Hightech-Produkte, die über raffinierte Gadgets verfügen, um das Schreibenlernen bestmöglich zu unterstützen. Der Hersteller Pelikan beispielsweise setzt mit "griffix" auf ein vierstufiges, aufeinander aufbauendes Schreiblernsystem mit vier Stiften – einen für jede Phase des Schreiblernprozesses. Ein Wachsschreiber fördert beim Übergang vom Malen zum Schreiben die korrekte Schreibhaltung, anschließend trainiert ein Bleistift präzises Schreiben und bereitet auf das Schreiben mit Tinte vor, ein Tintenschreiber fördert schwungvolle, flüssige Schreibbewegungen, ein Füllhalter unterstützt das Kind schließlich beim formgerechten und schönen Schreiben. Die Griffmulden sind bei allen vier Modellen identisch und so geformt, dass das Kind immer die richtige Stifthaltung einnimmt.

Tipp: Damit dein Kind das Schreibgerät findet, das am besten zu ihm passt, lass es vor dem Kauf verschiedene ausprobieren. Denn am Ende ist es wie in vielen anderen Bereichen auch: Fühlt sich dein Kind wohl, so fällt das Lernen und Üben stets deutlich einfacher und seiner Karriere als großer Autor der Zukunft steht nichts mehr im Wege!

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Siegel und Zertifikate

Oben genannte Produkte unterliegen nebenstehender Prüfungen und Siegel.

Unsere Expertin für Schreibmotorik

Dr. Marianela Diaz Meyer, Leiterin des Schreibmotorik Instituts e. V., Heroldsberg, www.schreibmotorik-institut.com

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