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Zwischen Heu & Hühnern

Bauernhofurlaub im Eisacktal

Der „Schnagererhof“ der Familie Stockner gehört zur Dachmarke „Roter Hahn“, die für authentischen Bauernhofurlaub in Südtirol steht. Mama-REPORTERIN Silke war mit Kind und Kegel vor Ort – und schon gleich bei der Ankunft überwältigt.

WAS FÜR EINE AUSSICHT! Von dem großzügigen Garten blickt man direkt hinunter ins Eisacktal, eines der Haupttäler in Südtirol. Rundherum gruppieren sich bis zu 3.000 Meter hohe Gipfel. Eine lange, schmale Holzbrücke führt in ein Baumhaus, das über dem Hang zu schweben scheint. „Tom, das musst du dir ansehen!“, rufe ich. Doch mein Sohn ist beschäftigt. Er hat den Katzennachwuchs entdeckt, der sich bereitwillig streicheln lässt. Wir verbringen in den kommenden Tagen immer wieder Stunden in dem schönen Garten und plaudern mit den anderen Eltern. Fünf Familien mit jeweils zwei bis drei Kindern treffen hier aufeinander. Dazu kommen die vier Kinder der Familie Stockner, die den Bauernhof bereits seit fast 100 Jahren betreibt. Jetzt, während der Schulferien, packen die Kinder fleißig mit an auf dem Hof. Aber sie freuen sich natürlich auch über den Besuch zum Spielen und Toben. 

 

Es gibt zwei Sandkästen, ein Trampolin, eine Rutsche, eine Schaukel, einen Brunnen (heiß begehrt, um die Wasserpistolen zu befüllen) und jede Menge Spielzeug. Mein Mann und ich faulenzen in der Hängematte oder trinken abends ein Bier in der Hollywoodschaukel. Und während unsere Tochter Mina das Gras unter uns zurechtzupft und Tom mit seiner Wasserpistole andere Kinder durch den Sandkasten jagt, wird mir bewusst: Dieser Platz bietet für jeden von uns genau das Richtige. Zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren habe ich das Gefühl, nicht trotz der Kinder Urlaub zu machen oder für sie, sondern mit ihnen.

In der Ferienwohnung bitte Schuhe ausziehen!

Kurz stutze ich, als wir gebeten werden, immer die Straßenschuhe auszuziehen, bevor wir unsere Ferienwohnung betreten. Doch die Sauberkeit spricht für dieses Konzept: Der Holzboden unseres zirka 60 Quadratmeter großen Domizils ist so picobello rein, dass wir Mina ohne schlechtes Gewissen darauf robben lassen. Mir leuchtet ein: Schuhe, mit denen man durch die Stallgasse gerannt ist, haben im Wohnraum natürlich nichts zu suchen.

Neben einem großen Wohnraum mit Küche gehören zwei Schlafzimmer, ein Duschbad und eine 40 Quadratmeter große Dachterrasse zur Wohnung „Plose“. Ihren Namen verdankt sie dem Ausblick auf das gleichnamige Bergmassiv. Die Holzausstattung wurde von einem Schreiner extra angefertigt. Aus Kunststoff ist nur das Equipment, das wir für unsere Kinder erhalten: Töpfchen, Toilettenaufsatz, Windeleimer und sogar eine Babybadewanne stehen kostenlos zur Verfügung. 

Buggys, Bagger und Gokarts

Man kann also mit leichtem Gepäck anreisen. Sogar verschiedene Buggys und ein Buggyboard stehen bereit. Der Fuhrpark in der Hofgarage umfasst Kinder- und Erwachsenenfahrräder, Gokarts sowie Spieltraktoren und Bagger. Ein Traum für Tom! Doch der entdeckt während unseres Urlaubes noch eine ganz neue Leidenschaft: die Stallarbeit. Während der einstündigen „Stallzeit“ mit Bäuerin Angelika dürfen die Kinder die Hühner und Schweine füttern, das Heu für die Kühe verteilen und sogar im Heukran mitfahren. Toms fleißige Mitarbeit wird am Ende der Woche mit einem „Stalldiplom“ belohnt. 

Frisch auf den Tisch: hofeigene Produkte

 

Wer im Stall arbeitet, muss sich auch stärken: Der „Hofladen“ bietet rund um die Uhr Apfelsaft, Marmeladen, Nudeln, Eier, Milch, Joghurt, Frischkäse und sogar Eis zur Selbstbedienung per Strichlisten-Verfahren an: Gezahlt wird bei Abreise. Alle Produkte stammen vom Hof oder aus der Nachbarschaft – und das schmeckt man! Genauso intensiv und lecker wie die Speisen aus dem Hofladen ist auch das kleine, aber feine Frühstücksbuffet: Es bietet jeden Tag frische hofeigene Produkte, vom Schinken bis zum Spiegelei, und täglich kleine Variationen wie Erdbeeren aus dem Garten oder selbst gemachten Frühstückskuchen. 

Berg und Tal: unsere Ausflugsziele

 

Nur drei Autominuten entfernt liegt die Seilbahnstation. Mit der Kabinenbahn geht es rauf auf den Berg, wo im Sommer ein Highlight wartet: die „Mountaincarts“. Tom und Daniel wagen die Abfahrt auf einem der dreirädrigen Flitzer. Neun Kilometer und rund 1.000 Meter Höhenunterschied legen die zwei in rasantem Tempo zurück. Tom quiekt vor Freude, und auch mein Mann ist sichtlich beeindruckt. Natürlich ist auch die Stadt Brixen im Eisacktal einen Ausflug wert. Vor allem der Wasserspielplatz im schattigen „Lidopark“ hat uns gefallen: Hier warten neben kleinen Wasserschleusen und Staudämmen zum Planschen auch zahlreiche Ziegen, Vögel und Nagetiere auf neugierige Besucher. 

Unser Fazit: Wir kommen wieder

Als ich Tom frage, was ihm im Urlaub am besten gefallen hat, lautet seine Antwort: „Alles, Mama.“ Und ich kann dem nur zustimmen: Der „Schnagererhof“ war für uns perfekt. Die Ausstattung, der Service, das wunderbare hofeigene Essen (einen Abend wurden wir von Familie Stockner sogar zum Abendessen eingeladen) und selbst das Wetter haben gestimmt. Das umfassende Angebot für die Kinder und die außergewöhnliche Gastfreundschaft sind ihren Preis wert. Nur eines bereitet Tom Sorgen: Werden der Bauer und die Bäuerin ohne seine Hilfe im Stall zurechtkommen? Allein um diese Frage zu klären, müssen wir wiederkommen! 

Was du wissen musst

Infos: www.roterhahn.itwww.schnagererhof.com (Ab Dezember 2017 gibt’s einen Wellnessbereich mit Sauna)

Preis: Pro Nacht und Wohnung zwischen 147 und 170 Euro. Gratis dazu gibt es die „Brixen-Card”, mit der viele Ausflugsziele kostenlos besucht werden können (z. B. täglich die Seilbahn). Das Frühstücksbuffet kostet pro Erwachsenen 12 Euro/Tag. 

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