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Testbericht

Von Drachen und Planeten im Vogtland

Für "Mama-Reporter" teilt Anne K. ihren spannenden Erlebnisbericht aus ihrer Familienreise ins Vogtland. Dabei geht es für sie und ihre Liebsten durch Höhlen und Tiefen ...

Yippie – wir dürfen ins Vogtland reisen. Wie haben wir drei uns gefreut zu erfahren, dass wir für eine Testreise ausgewählt wurden. Anfang Mai geht es los. Kurz vor Reisebeginn erhalten wir alle wichtigen Informationen per Post. Wir sind schon vor Reiseantritt begeistert darüber, was wir alles testen dürfen. Besonders reizvoll: Die einzelnen Stationen sind höchstens eine halbe Stunde Autofahrt voneinander entfernt.

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir also mit unserem Auto in Richtung Vogtland in Sachsen. Unsere erste Station ist die Göltzschtalbrücke. Ein gigantisches Bauwerk mit 98 Bögen. "So viele Tore!", ruft unser Kleiner (5). Uns Erwachsene beeindruckt vor allem die unglaubliche Anzahl von Ziegelsteinen, die hier verbaut wurden. Und tatsächlich handelt es sich um die größte Ziegelbrücke weltweit. Es muss atemberaubend sein, mit der Bahn über die Brücke in dieser schönen Landschaft zu fahren.

Gut gebettet

Doch nun sind wir gespannt auf unsere Unterkunft. Angekommen in unserem Hotel, dem "IFA Schöneck Hotel & Ferienpark", werden wir freundlich begrüßt und erhalten unter anderem die Parkkarte und den Zimmerschlüssel. Unser Appartement liegt im achten Stock. Zum Glück gibt es einen Fahrstuhl. Im Appartement haben wir eine kleine, einfache Küche. Alles, was man sonst noch braucht (Toaster, Wasserkocher, Babyartikel etc.), kann man sich an der Rezeption leihen.

In einem Zimmer steht das Ehebett mit Schrank und im anderen Raum Esstisch, Couch und Fernseher. Schön wäre ein extra Kinderbett im Schlafzimmer gewesen, aber so ist der Kleine einfach im Elternbett eingeschlafen, damit wir noch etwas fernsehen konnten. Und morgens schnuppern wir als Erstes etwas frische Luft vom Balkon aus.

Spaß im kühlen Nass

Pro Übernachtung dürfen wir zwei Stunden kostenlos ins "Aqua Erlebnisbad". Dort gibt es Familienkabinen, Babybecken, ein Wellenbad, Whirlpools, zwei Rutschen und eine kleine Grotte zum Verweilen. Wir haben einen Heidenspaß: Rauf zur Rutsche, runter, schnell noch mal ins Wellenbad und wieder zurück zur Rutsche. Die Uhrzeit – wir gehen nach unseren Ausflügen immer so gegen 18 Uhr ins Erlebnisbad – bietet sich an, da es dann schon etwas leerer ist.

Kulinarische Highlights mit Ausblick

Das Abendessen findet von 18 bis 21 Uhr in einem lichtdurchfluteten Raum mit tollem Ausblick über das Vogtland statt. Zuerst bestellen wir unsere Getränke, und dann machen wir uns über das reichhaltige Büfett her, mit Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachtischen. Das Essen ist super und jeder hat genug Auswahl. Auch an die Kleinen ist gedacht: Für sie gibt es ein separates Büfett, auf ihrer Augenhöhe.

Das Frühstück (7 bis 10 Uhr) war ebenfalls super. Auch hier war für uns alles vorhanden, besser geht es nicht.

Zum Tagesausklang schlürfen wir noch gemütlich einen Cocktail in der Bar im Wintergarten. Wem es lieber ist, der darf die Drinks sogar mit aufs Zimmer nehmen. Wir kommen aus dem Schlemmen gar nicht mehr raus.

Spiel & Spaß

Im Untergeschoss des Hotels finden sich viele Möglichkeiten, den Abend zu verbringen: Kegeln, Billard, Kickern, Darts. Für die Kids gibt es eine "Tobelandschaft" und Flipperautomaten – Achtung: Kleingeld mitnehmen. Wie schnell doch die Zeit vergeht! Bei den vielen Möglichkeiten schaffen wir es leider gar nicht mehr, die "Space Station" und den Kinderclub zu nutzen. Wir erfahren aber, dass es dort täglich wechselnde Aktivitäten wie zum Beispiel Stoffbeutel-Bemalen gibt.

Auch außerhalb des Hotels gibt es einiges zu erleben: Wir sind überrascht, direkt am Haus befindet sich im Winter ein Skigebiet und im Sommer eine Bikewelt und Kletterpark.

Reiseziele im Vogtland – unsere Top 6

Auch die Umgebung hat viel zu bieten: Wir stoppen als Erstes bei der Skisprunganlage "Sparkasse Vogtland Arena Klingenthal". Am Tag zuvor erfuhren wir, dass die Arena gerade für Besucher gesperrt ist, da bei der Erlebnisbahn "Wiegland-Lift" ein Seil erneuert werden muss. Schade, dachten wir. Doch extra für uns machen die Mitarbeiter eine Ausnahme, sodass wir uns trotzdem alles anschauen können, und organisieren für uns einen Shuttle. Wir dürfen direkt bis vor die Schanze fahren, wo wir schon erwartet werden. Eine gute halbe Stunde gibt es reichlich spannenden Input über die Geschichte der Anlage, die Skispringer und so weiter, dann geht es mit dem Auto hinauf. Wahnsinn, wie hoch das ist – für uns unvorstellbar, da herunterzuspringen. Aber wir sind ja auch keine Profisportler.

Leider haben wir (abgesehen von der Anreise) die meiste Zeit ziemlich mieses Wetter, doch nun meint der Wettergott es gut mit uns: Die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor, während wir mit der Sommerrodelbahn fahren. Ein absoluter Spaßfaktor.

Für Bergwerkfans lohnt sich ein Ausflug in die "Grube Tannenberg". Bei der Führung fühlen wir uns zeitweise viele Jahre zurückversetzt. Ein Stolln wurde noch eigenhändig mit Schlägel hergestellt! Am Ende der Besichtigung blicken wir in einen gewaltigen Hohlraum, unten ist ein riesiger See. "Ist da echtes Wasser drin?", fragt unser Kleiner. Beeindruckend, dass Bergmänner einen Hohlraum von diesen Ausmaßen erschaffen konnten. Mit fünf Jahren ist unser Nachwuchs noch ein bisschen zu klein, um all dies wirklich zu verstehen. Aber Höhlen liebt auch er.

Der nächste Tag erinnert wettertechnisch an den Winter, daher entscheiden wir uns für einen Besuch der "Drachenhöhle" in Syrau. Die ist gut geeignet für kleinere Kinder. Die Führung ist kindgerecht, aber auch für Erwachsene noch spannend. Als Finale gibt’s noch eine Lasershow. Immer wieder gerne.

Anschließend machen wir eine Schifffahrt über die "Talsperre Pöhl", einen riesigen Stausee. Leider fällt die Fahrt für uns bei Schneeregen eher trüb aus. Doch bei schönem, oder zumindest trockenem Wetter muss es traumhaft sein, gemütlich durch diese malerische Mittelgebirgslandschaft zu schippern. Beim Anblick der kleinen Dörfchen am Ufer kommt man direkt selbst ins Träumen.

Am letzten Tag geht es mit Kind und Kegel in die "Deutsche Raumfahrtausstellung" in Morgenröthe-Rautenkranz. Für Raumfahrt-Begeisterte und Schulkinder ein Traum! Schade, dass unser Sohn noch nicht lesen kann, aber das Weltraumkino findet er klasse. Es gibt genug zu entdecken; einiges lesen wir ihm von den großen Schautafeln einfach vor. Er staunt, wie groß echte Raketen sind. Und ich wusste gar nicht, dass Deutschland an so vielen Weltraumprojekten beteiligt ist. Als Kontrast zu all dem Input darf sich der Kleine zum Abschluss auf dem Weltraumspielplatz so richtig austoben.

Auch wenn das Wetter an diesem verlängerten Wochenende nicht wirklich mitgespielt hat, ist das Vogtland auf jeden Fall eine Reise wert. Auch und vor allem mit Kindern! Unser Sohn prahlt jetzt in der Kita damit, dass er "auf dem Saturn" war.

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