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Drew Barrymore

"Muttersein ist ein Geschenk"

US-Schauspielerin Drew Barrymore (41) über ihre Kindheit und was sie bei ihren eigenen Töchtern anders macht.

Mit 13 hatte ich die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich fühlte mich wahnsinnig allein – das war grausam. Ständig war ich wütend, habe gegen alles rebelliert und lief immer wieder von zu Hause weg. Irgendwann habe ich mich endlich ernsthaft gefragt, worauf ich eigentlich wütend bin – und plötzlich war die Wut weg. Meine Eltern waren einfach komplett überfordert und konnten sich deshalb nicht richtig um mich kümmern.  

„Ich will Zeit für die Kinder haben”

Um damit klarzukommen, habe ich mich lange extrem in die Arbeit gestürzt. Der Job war meine ganze Welt. Zum Glück ist das nun anders. Jetzt stehen meine Töchter im Mittelpunkt und ich habe meine Arbeit geändert, damit sie zum Familienleben passt. Ich will nicht, dass meine Töchter später sagen: „Wow, sie hat echt hart gearbeitet, aber gesehen habe ich sie nicht.“ Ich will, dass sie sagen: „Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, die ganze Zeit für uns da zu sein und trotzdem noch zu arbeiten.“

Schon bevor ich Kinder bekam, wusste ich, dass ich total stabil und in der Lage sein müsste, die Kinder vor mich selbst zu stellen. Niemals werde ich die Fehler meiner Eltern wiederholen. Das darf man keinem Kind antun. Ich will meinen Kindern nie das Gefühl geben, nicht für sie da zu sein, oder sie zu stark mit Problemen der Erwachsenenwelt zu belasten. Die Beziehung zu meiner Mutter war schon immer sehr kompliziert. Ich war nämlich nicht nur wütend auf sie, sondern auch empathisch. Vor allem, als meine erste Tochter zur Welt kam und ich eine erstaunlich gute Unterhaltung darüber mit meiner Mutter hatte. Doch auch dieses Gespräch hat die Distanz zwischen uns auf Dauer nicht verringert. Im Moment haben wir einfach keinen Platz im Leben der anderen.  

„Ich bin dankbar, Mutter zu sein”

Mein Leben dreht sich um meine Kinder, Gesundheit, Freunde und Arbeit. Ich bin dankbar, Mutter zu sein. Es ist das Liebevollste, Kreativste, Anspruchvollste und Lebendigste, was einem im Leben passieren kann.

Zur Person

Hollywood-Schauspielerin Drew Barrymore wurde mit sieben Jahren durch Steven Spielbergs Film „E. T.“ international bekannt. Der Regisseur wurde später ihr Patenonkel. Bereits als Teenager war Drew zweimal in einer Entzugsklinik. Als Erwachsene sah man sie in Filmen wie „Kaffee, Milch und Zucker“, „Scream“ und „Drei Engel für Charlie“. Mit ihrem dritten Ehemann, dem Schauspieler Will Kopelman, hat sie zwei Töchter, Olive (fast 4) und Frankie (2). Das Paar lebt inzwischen in Scheidung.

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