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Matthias Schweighöfer

"Ach, der Papa..."

Schauspieler und Regisseur Matthias Schweighöfer spielt seit fünf Jahren eine Hauptrolle: Vater. Wie er die ausfüllt und warum ihn Leggings auch schon mal zur Weißglut bringen.

Was die Vaterrolle angeht, bin ich der Learning-by-doing-Typ. Ich hab alles auf mich zukommen lassen – ein Drehbuch gibt’s ja nicht. Und: Ich bin kein Schisser! Bei der Geburt habe ich nicht wie manch anderer Kerl die Flucht ergriffen, sondern richtig mit angepackt (Anis Hand). Als Greta dann da war, bin ich vor Freude an die Decke gesprungen. Zwei bis drei Gläser Sekt später nicht mehr ... 

Tendenziell bin ich ein recht entspannter Papa. Nur bei Grundsatzdiskussionen über Leggings hört der Spaß auf. Wenn ich weiß, gleich fängt der Sport in der Kita an und ich muss vorher mit meiner Tochter noch ne Stunde über Leggings diskutieren – „Die ‚Lilane’ will ich nicht!“, „Die  Pinke ist mir zu Pink“ – liegen meine Nerven blank. Dass ich für eine Filmrolle mal in Frauenklamotten geschlüpft bin, hilft da nur bedingt. Man (n) versteht die Frauen manchmal einfach nicht. 

Ansonsten verstehen Greta und ich uns aber ziemlich gut. Sie mag meinen Humor und meine Fantasie. Sieht so aus, als ob sie beides geerbt hat. Außerdem kann sie sich gut Texte merken. Dazu noch ihr fantastisches Aussehen (ganz der Papa!) – eigentlich ist sie prädestiniert für die Kamera! Eine kleine Rolle hatte sie ja schon, mal sehen, wie’s weitergeht. Ich werde ihr jedenfalls nicht im Weg stehen, wenn sie später Schauspielerin werden will. Ich habe als Kind viel Zeit bei meinen Eltern im Theater verbracht. Die Kantine war quasi unsere Küche, wo sich das Familienleben abspielte. Ich habe das geliebt. Und mir war ziemlich schnell klar: Ich werde kein Zahnarzt! 

Wenn Greta früher Fotos von mir in irgendwelchen Zeitschriften oder Plakate an Litfaßsäulen gesehen hat, hieß es „Ooooh, der Papa!“ Heute ist es nur noch ein müdes „Ach, der Papa ...“. So schnell ändern sich die Dinge. Und es ändert sich einiges, wenn du ein Kind kriegst. Einen Tag richtig planen? Das Kind schläft bis 9.30 Uhr, dann ein gemütliches Frühstück, die lieben Kleinen essen genau das, was auf den Tisch kommt, anschließend geht man raus zum Spielen, dann gibt’s einen meckerfreien Mittagsschlaf, am Nachmittag guckt man einen Märchenfilm – und nach einem gemeinsamen Abendessen fällt das Kind um 17.30 Uhr todmüde ins Bett und man hat noch ein wenig Zeit zu zweit – vergiss es! 

 

Zur Person

Matthias Schweighöfer kommt aus einer Schauspielerfamilie und wuchs in der DDR auf. In seinem aktuellen Kinofilm „Vaterfreuden“ ist er in der Hauptrolle des „Felix“ zu sehen, dem ein Frettchen die Fruchtbarkeit raubt. Zum Glück hat er sich zuvor zu einer Samenspende hinreißen lassen – und macht sich nun auf die abenteuerliche Suche nach der Mutter... Obwohl Markus Lanz bei „Wetten, dass...“ im Oktober 2013 gratulierte, wollte Schweighöfer gegenüber Junge Familie nicht bestätigen, dass er zum zweiten Mal Vater wird. Der 32-Jährige lebt in Berlin und mit Ani Schromm und Töchterchten Greta (5) auf einem Hof in Brandenburg. 

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