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Rea Garvey

Macht Musik glücklich, Rea Garvey?

Rea Garvey (39), Musiker und Jury-Mitglied bei „The Voice of Germany“, über seinen Job als Rockstar und die Bedeutung von Familie.

KiNDER: Als Musiker haben Sie einen anstrengenden Job. Setzen Sie sich selbst Grenzen?
Rea Garvey: Nein, ich glaube, wenn jemand wie ich seinen Traum verfolgt, kann man sich keine Grenzen setzen. Ich liebe meinen Job, und solange das so ist, muss ich nichts ändern. Meine einzige Grenze: aufzuhören, sobald es mir keinen Spaß mehr macht. Wenn es mir schlecht geht, nehme ich den Fuß etwas vom Gas. Im Voraus funktioniert das nicht.   

Vom Roadie zum Rockstar – wie bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen?
Indem ich meinen Job als Job sehe. Die Musik ist mein Job und meine Rolle in dieser Welt. Aber kein Beruf ist mehr wert als ein anderer, egal, ob man Bauarbeiter oder Arzt ist. Und was wären wir im Fernsehen ohne die Zuschauer. Was wäre die Bühne ohne ein Publikum. Bei all dem bleibt für mich immer die Familie im Vordergrund.    

Sind Sie ein guter Vater, obwohl Sie so viel unterwegs sind?
Was ist ein guter Vater? Ich weiß es nicht. Ich habe einen guten Vater, aber ich könnte nicht definieren, warum das so ist. Ich liebe ihn, wir haben ein gutes Verhältnis. Wenn ich es hinkriege, dass meine Tochter das über mich sagt, bin ich zufrieden. Offenheit und Kommunikation sind die Grundvoraussetzung. Ich bin ein Familienmensch, und wenn ich zu Hause bin, habe ich Zeit. Familie wird immer das Wichtigste für mich sein. Das heißt aber nicht, dass ich meine anderen Träume dafür aufgeben muss.   

Ist Musik wichtig für Kinder?
Musik ist grundsätzlich für jeden Menschen auf diesem Planeten wichtig. Man kann mit ihr Emotionen und Spannungen channeln. Musik repräsentiert alles, was man kennt, auch Wut und Freude. Musik ist wie alle deine besten Freunde.

Was würden Sie davon halten, wenn Ihre Tochter ebenfalls Musikerin werden wollte?
So lange sie dabei glücklich ist ... Das ist ihre Entscheidung. Meine Eltern haben mich immer in dem unterstützt, was ich machen wollte. Sie haben nicht erwartet, dass ich Banker oder Geschäftsmann werde.     

Welches Lebensmotto geben Sie Ihrer Tochter mit?
Dass man mit anderen so umgehen sollte, wie man selbst behandelt werden
will. You should treat others as you want them to treat you. Es macht das Leben einfacher, wenn man dieses Ziel vor Augen hat.    

Warum machen Sie als Juror bei der Talentshow „The Voice of Germany“ mit?
Die Show hat mich gereizt, weil sie mit ihrer positiven Energie und Intelligenz etwas Neues ist. Bei vielen anderen Shows finde ich es ungerecht, wie mit den Teilnehmern und der Musik umgegangen wird. Daher ist es toll festzustellen, dass auch eine Show, bei der die Teilnehmer nicht verrissen werden, vom Publikum gewünscht ist.      

Wie beschreiben Sie den musikalischen Nachwuchs?
Jeder ist anders, das kann man nicht über einen Kamm scheren. Die Liebe zur Musik ist nach wie vor das Wichtigste. Man will individuell sein. Die Aufgabe der Eltern ist es, den Kindern die Freiheit zu lassen, sich selbst zu finden.  

Was raten Sie anderen Eltern zum Thema Vereinbarkeit von Kind und Karriere?
Wenn du es willst, dann schaffst du es auch. Davon muss man sich selbst immer wieder überzeugen. Für mich ist nichts so wichtig wie meine Familie. Ein Leben ohne Musik könnte ich akzeptieren, auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann. Auf jeden Fall sollte man immer versuchen, glücklich zu sein.  

Ihr nächstes Ziel?
Die zweite Staffel von „The Voice of Germany“. Das ist viel Arbeit und macht großen Spaß. Dann gehe ich auf Tour, unter anderem mit Sasha und Michael Mittermeier – mein Terminkalender geht bis 2014. Aber ich konzentriere mich jeweils nur auf den nächsten Tag.

Zur Person

Auch Rea Garvey fing mal klein an: als Roadie bei Rockkonzerten. Inzwischen hat der in Irland geborene Sänger und Musiker nicht nur als Frontman der Band Reamonn gearbeitet, sondern auch ein Soloalbum herausgebracht. Bekannt wurde er außerdem durch seine Rolle als Juror bei der Castingshow „The Voice of Germany“. Die zweite Staffel startet jetzt im Herbst. Rea lebt mit seiner Frau und der siebenjährigen Tochter bei Limburg in Hessen.

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