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Johann Lafer

Mögen Sie Weihnachten, Herr Lafer?

Sternekoch Johann Lafer (57) über guten Geschmack, Familienbräuche und Humor.

KiNDER: Sie lachen gerne und viel. Stecken Sie auch Ihre Familie damit an?
Johann Lafer: Es sieht so aus! Bei uns zu Haus geht es sehr emotional zu. Gott sei Dank wird mehr gelacht als geweint! 

Gibt es auch zur Weihnachtszeit bei Ihnen viel zu lachen?
Die Weihnachtszeit wird in unserer Familie sehr besinnlich und mit zahlreichen Ritualen zelebriert. Gelacht wird natürlich auch, zum Beispiel wenn der Hund, nur kurz unbeaufsichtigt, den Hauptgang des Weihnachtsmenüs – einen ganzen Kapaun – genüsslich verspeist hat!

Welchen besonderen Weihnachtsbrauch pflegen Sie in Ihrer Familie?
Da gibt es viele! Es beginnt schon mit dem gemeinsamen Schmücken während der Adventszeit, mit Geschichten lesen und kuscheligen Stunden. Natürlich gibt es in diesen Wochen auch in unserem Hotel „Stromburg” viel zu tun. Aber mit guter Organisation und dem Verbinden von Ritualen zu Hause und im Hotel kriegen wir das ganz gut hin. So kommt zum Beispiel der Nikolaus zu vielen Kindern in die Stromburg, und am Heiligen Abend gibt es nach der Messe immer ein schönes Essen mit der ganzen Familie, inklusive Oma und Opa.

Was steht bei Ihnen zu Hause an Weihnachten auf dem Menüplan?
Also der Kapaun wohl nicht mehr ...! Wissen Sie, wenn man „ein Leben für den guten Geschmack“ führt, genießt man natürlich auch ein besonderes Weihnachtsessen. Als Vorspeise gibt es viele unterschiedliche Leckereien, wie zum Beispiel einen Salat mit Pilzen
oder Kaisergranaten, danach meist ein Kartoffel-Gemüsegratin mit frischem Geflügel aus der Region, dann etwas Käse und als Dessert meist ein Soufflé.

Neben den Gaumenfreuden – welche weiteren Highlights gibt es in Ihrem Alltag?
Unsere Kinder sind das größte Highlight in unserem Leben! Ansonsten bin ich  leidenschaftlicher Helikopterpilot.

Schon als Kind wollten Sie kochen lernen. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?
Ich bin auf einem kleinen Bauernhof groß geworden, da gab es nichts anderes als frische Lebensmittel aus dem eigenen Anbau und der eigenen Aufzucht. Das hat mich sicher geprägt. Aber aus diesen Lebensmitteln geschmackvolle Speisen zu bereiten, das war der große Reiz. Ja, die Erwartungen haben sich insofern erfüllt, als dass ich wie früher ein Qualitätsfanatiker bin und mit Begeisterung immer wieder Neues ausprobiere. Noch heute versuche ich ständig, mich in der Küche weiterzuentwickeln.

Ist guter Geschmack lernbar? Wie vermitteln Sie ihn Ihren Kindern?
Ja, auf jeden Fall! Was ich nicht probiere, weiß ich auch nicht zu schmecken. Wir haben von Anfang an unsere Kinder alles probieren lassen und ihre Neugier auf unbekannte Lebensmittel geweckt. Sie kochen auch schon kräftig mit. Zu wissen, was ein gutes Produkt ist, wo es herkommt, wie es – auch im Rohzustand – riecht und schmeckt. Das gilt es, den Kindern zu vermitteln.

Wie vereinbaren Sie Ihren stressigen Job mit dem Familienleben?
Das ist manchmal ganz schön schwer, da ich auch oft unterwegs sein muss und meine Frau jeden Tag im Hotel ist. Mich wundert es manchmal, wie gut wir das dennoch hinkriegen, wertvolle Zeit mit den Kindern zu verbringen. Es ist dann auch immer eine sehr intensive Zeit. Ich denke, es ist alles eine Frage des Willens und der Organisation.

Finden Ihre Kinder es toll, Sie im Fernsehen oder bei einer Live-Veranstaltung zu sehen?
Ich habe das Gefühl, dass sie stolz sind, obwohl sie ganz sicher nicht damit angeben, das wäre ihnen peinlich.

Was wünschen Sie Ihren Kindern für das neue Jahr?
Vor allem Gesundheit, Lebensfreude und immer ein gutes Essen.

Zur Person

Wenn Johann Lafer nicht gerade den Kochlöffel schwingt, findet man ihn zum Beispiel in der Luft. Der Hobby-Helikopterpilot ist mit zahlreichen Fernsehsendungen und durch seine Kochbücher bekannt geworden. Gemeinsam mit seiner Frau leitet der gebürtige Österreicher das Hotel „Stromburg” in Rheinland-Pfalz. Die beiden haben eine Tochter (19) und einen Sohn (13). 

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