Nahrungsergänzungmittel für Schwangere Nur eins entspricht den BZfE-Empfehlungen!

Schwangeren und stillenden Frauen wird die Einnahme von Präparaten zur Nahrungsergänzung empfohlen. Doch welche sind die richtigen?

Die meisten Nahrungsergänzungsmittelpräparate für Schwangere entsprechen aktuellen Erkenntnissen zufolge nicht exakt den wissenschaftlichen Ernährungsempfehlungen.

Ein gesundes Kind zur Welt bringen – das ist wohl der emotionalste Wunsch im Leben einer Frau. Entsprechend groß ist die Motivation von Anfang an "alles richtig" zu machen. In der Schwangerschaft und auch schon bei bestehendem Kinderwunsch empfehlen Ärzte die Einnahme geeigneter Präparate. Die Nahrungsergänzungsmittel sollen die gesunde Ernährung unterstützen und den Körper optimal auf die große Herausforderung "Baby" vorbereiten.

Die neuen Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) zeigen nun jedoch: Die meisten Präparate entsprechen gar nicht exakt den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen. Das zählt erstaunlicherweise auch für die beiden Marktführer in diesem Bereich, Elevit und Femibion.

Zu wenig Vitamin D, zu viel Eisen

So ist zum Beispiel das wichtige Vitamin D bei "Elevit" in geringerer als der vom Bundeszentrum für Ernährung empfohlenen Menge enthalten. Auch enthalten "Elevit" und weitere Nahrungsergänzungsmittel am Markt Eisen – dabei sollte eine zusätzliche Eisen-Einnahme den Handlungsempfehlungen zufolge nur nach einer ärztlich diagnostizierten Unterversorgung erfolgen. Die einzigen Präparate, die alle empfohlenen Inhaltsstoffe in der vom Netzwerk empfohlenen Dosierung enthalten, sind "Femibion 2" und das recht unbekannte "adfetal".

Das preisgünstigste Präperat entspricht allen Empfehlungen

Anders als "adfetal" wird "Femibion 2" vom Hersteller jedoch als Folge-Präparat ab der dreizehnten Schwangerschaftswoche verkauft, und nicht als Präparat zur Einnahme "von Anfang an". "adfetal" hingegen wird von bestehendem Kinderwunsch an bis zum Ende der Stillzeit genommen.

Es ist das einzige Ein-Phasen-Präparat am deutschen Markt, das exakt den wissenschaftlichen Ernährungsempfehlungen vor und während der Schwangerschaft entspricht – und das die werdende Mutter von Anfang an mit allen wissenschaftlich empfohlenen Vitaminen und Mikronährstoffen in der richtigen Menge versorgt. Das Erstaunliche (und Erfreuliche): Ausgerechnet "adfetal" ist im Vergleich zu den beiden Marktführern das deutlich preisgünstigere Nahrungsergänzungsmittel!

Warum sind Narungsergänzungmittel wichtig?

Präparate zur Nahrungsergänzung sind kein Ersatz für eine ausgewogene, gesunde Ernährung in der Schwangerschaft, aber eine sinnvolle Unterstützung. Experten sind sich zum Beispiel einig, dass die Einnahme von Folsäure in der Frühschwangerschaft unverzichtbar ist. Besteht ein Folsäuremangel, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es zum sogenannten Neuralrohrdefekt des Babys kommen kann.

Dieser geht mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder sogar dem Tod des Kindes einher. Viele Experten empfehlen zudem die Einnahme von Jod, da der Jod-Bedarf in der Schwangerschaft stark ansteigt. Auch Jodmangel erhöht das Risiko für Fehlgeburten und Fehlbildungen beim Nachwuchs.

Wer veröffentlicht die Empfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft?

Die bundesweit einheitlichen Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft fassen wichtige Botschaften zu Ernährung und Lebensstil vor und in der Schwangerschaft zusammen. Sie werden vom Netzwerk "Gesund ins Leben" veröffentlicht. Das Netzwerk ist Teil der Initiative "In Form" und angesiedelt im Bundeszentrum für Ernährung, eine Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung.

Woher kommt das Präparat "adfetal"?

Im Gegensatz zu den Marktführern "Femibion" und "Elevit" ist "adfetal" noch recht unbekannt. Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel für Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende und enthält nach den Handlungsempfehlungen des Bundeszentrums für Ernährung eine optimale Zusammensetzung aus Mikronährstoffen. Entwickelt wurde das Nahrungsergänzungsmittel von einem Hamburger Frauenarzt: Prof. Dr. Kai Bühling ist Vater von drei Kindern und Professor am Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf.

Eine detaillierte Übersicht mit Zitaten aus den Handlungsempfehlungen, die die Inhaltsstoffe von "adfetal" und den beiden Marktführern gegenüberstellt, findet ihr in der Vergleichstabelle von Professor Bühling.

 

Empfehlung

adfetal®

Elevit®

Femibion®

Preis (UVP)

 

24,90 / 30 Tage

Elevit 2 (mit DHA)

35,79** / 30 Tage

Femibion 2 (mit DHA)

36,99** / 30 Tage

Folsäure

„Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollen zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung 400 μg Folsäure pro Tag … in Form eines

Supplements einnehmen.“

400 µg

Elevit 1

400 μg

(+ L-Meth. 451

μg)

 

Elevit 2

200 μg

(+ L-Meth. 226

μg)

 

Femibion 0

400 μg

(+ L-Meth.

416 μg)

 

Femibion 1

400 μg

(+ L-Meth.

416 μg)

 

Femibion 2

200 μg

(+ L-Meth. 208

μg)

 

DHA

„Schwangeren ohne regelmäßigen Verzehr von fettreichem Meeresfisch wird empfohlen, DHA zu supplementieren.“

200 mg (von Anfang an)

Elevit 1

NICHT ENTHALTEN

Elevit 2

200 mg DHA +

EPA 80 mg

 

Femibion 0

NICHT ENTHALTEN

 

Femibion 1

NICHT ENTHALTEN

 

Femibion 2

200 mg DHA

 

 

Vitamin D

„Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Schwangere (wie für alle anderen Personengruppen ab dem Kleinkindalter) bei fehlender Vitamin-D-Eigensynthese, d. h. in der sonnenarmen Zeit und überwiegendem Aufenthalt im Haus, eine Vitamin-D-Aufnahme von 20 μg (800 IU) täglich [52].“

20 µg

Elevit 1

5 µg

Elevit 2

5 µg

 

Femibion 0

20 µg

Femibion 1

20 µg

Femibion 2

20 µg

 

Jodid

„Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung sollen Schwangere täglich ein Supplement mit 100 (bis 150) μg Jod einnehmen.“

100 µg

Elevit 1

150 µg

Elevit 2

150 µg

 

 

 

Femibion 0

150 µg

 

Femibion 1

150 µg

 

Femibion 2

150 µg

 

 

Eisen

„Eine gezielte Eisensupplementierung zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung sollte nur nach einer ärztlich diagnostizierten Unterversorgung erfolgen.“

NICHT ENTHALTEN, sondern Empfehlung zu einer  separaten Substitution bei nachgewiesenem Mangel

Elevit 1

14 mg

Elevit 2

14 mg

 

 

Femibion 0

-

Femibion 1

-

Femibion 2

-

 

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