Reisen in der Schwangerschaft Urlaub mit Bauch

Noch mal richtig entspannen, bevor der Nachwuchs das Leben gründlich auf den Kopf stellt? Kein Problem, insofern Mütter in spe ein paar Dinge beachten.

 

Der ideale Zeitraum für einen Urlaub mit Bauch ist das zweite Schwangerschaftsdrittel, also während der 16. bis 28. Schwangerschaftswoche. Dann sind die ersten drei kritischen Monate überstanden – und die Übelkeit ist meist passé. Von Reisen in exotische Länder raten Experten wegen der Infektionsrisiken (zum Beispiel Malaria oder Hepatitis) ab. Destinationen mit kurzer Anreise, beispielsweise im europäischen Ausland, sind ideal.

 

Fliegen oder fahren?

Fliegen ist kein Problem: Normalerweise nehmen deutsche Fluggesellschaften Schwangere bis zum Ende der 36. Schwangerschaftswoche an Bord, insofern die Schwangerschaft komplikationslos verläuft. Den Mutterpass sollten Frauen griffbereit haben; manche Airlines empfehlen darüber hinaus ein gynäkologisches Attest ab der 28. Schwangerschaftswoche.

Am besten einen Gangplatz in den vorderen Reihen reservieren – hier hat man genügend Beinfreiheit, kann die Füße kreisen oder auf- und abwippen lassen und immer mal wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen. Das ist unabdingbar, da Schwangere anfällig für Venenerkrankungen sind. Schuld daran ist die veränderte Hormonsituation, die das Gewebe lockert – und die Venenwände dehnbarer macht. Empfehlenswert sind außerdem Stützstrümpfe beziehungsweise Stützstrumpfhosen. Wichtig: Nicht mit übergeschlagnen Beinen sitzen, das klemmt die Venen in der Kniekehle ab und fördert den Blutstau in den Beinen. Mütter in spe, die mit dem Auto in den Urlaub fahren, sollten spätestens alle zwei Stunden eine Pause einlegen und sich die Beine vertreten. 

 

Abschalten & auftanken: Wellness-Urlaub

Wellness boomt. Das haben mittlerweile auch viele Hotels erkannt und sich auf Urlaub für Schwangere spezialisiert. Solche Wellnessoasen gehen gezielt auf die Bedürfnisse von werdenden Müttern ein: Das Angebot reicht von speziellen Arrangements mit Ayurveda, pränataler Entspannung und Massagen über Geburtsvorbereitung, bis hin zu einer schwangerschaftsfreundlichen Küche. Wer sich vorab ausreichend Zeit nimmt, sich zu informieren und Angebote zu vergleichen – die Auswahl an Wellnesshotels ist nämlich riesig –, kann den „Babymoon“ in vollen Zügen genießen. 

 

Gut gerüstet

Checkliste

 

  • Eine Reiserücktrittsversicherung abschließen – so ist man abgesichert, wenn man die Reise nicht antreten kann.
  • Wenn es ins Ausland geht, empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung. Sie übernimmt die Kosten für die Behandlung am Urlaubsort und kommt im Notfall für den Krankenrücktransport auf.
  • Mutterpass und Versichertenkarte nicht vergessen!
  • Den Koffer rechtzeitig packen.
  • Unbedingt ins Gepäck gehört eine Reiseapotheke. Am besten gemeinsam mit dem Frauenarzt zusammenstellen.
  • Für Hin- und Rückreise ausreichend Getränke und Proviant einpacken.
  • Für den Fall der Fälle: Beim Einchecken an der Rezeption nach der Adresse eines Frauenarztes, einer Hebamme oder der nächstliegenden Geburtsklinik fragen.
  • Sport- oder Freizeitaktivitäten mit Sturz- oder Verletzungsrisiko, wie z. B. Skifahren, sind während der Schwangerschaft tabu.
  • Whirlpools meiden: Infektionsgefahr!

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