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Kaiserschnitt

Alle Infos auf einen Blick

Jedes dritte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Wir beantworten alle Fragen zur Entbindung im OP.

Bei einem Kaiserschnitt wird das Baby nicht vaginal entbunden, sondern durch einen operativen Eingriff geholt. Hierbei wird die Bauchdecke und die Gebärmutter mit einem Schnitt geöffnet, weshalb ein Kaiserschnitt auch Sectio (lateinisch für "Schnitt") beziehungsweise Sectio caesarea (lateinisch für "kaiserlich") oder Schnittentbindung genannt wird. 

Primärer und sekundärer Kaiserschnitt

Es gibt zwei Arten von Kaiserschnitten: Ein primärer Kaiserschnitt ist ein Eingriff, für den sich die Schwangere und der Arzt schon vor der Geburt entschieden haben, also noch bevor die Wehen oder ein Blasensprung eingesetzt haben. Ein solcher Kaiserschnitt hat immer eine medizinische Indikation (es sei denn, es ist ein Wunschkaiserschnitt) und soll verhindern, dass Mutter und Kind (oder Kinder) bei der Geburt in Lebensgefahr geraten könnten. Medizinische Gründe können zum Beispiel eine ungünstig liegende Plazenta, Beckenend- oder Querlage des Babys oder auch Mehrlinge sein. 

Ein sekundärer Kaiserschnitt hingegen ist nicht geplant. Er wird durchgeführt, wenn während der natürlichen Geburt Probleme auftreten So kann es sein, dass das Baby z. B. nicht genügend Sauerstoff bekommt oder die Geburt zum Stillstand kommt. In solch einem Moment wird es im Kreißsaal meistens leider ein wenig hektisch, was die werdende Mama und den werdenden Papa nicht selten verunsichert. Wenn aber Komplikationen vorliegen, müssen die Ärzte die Schwangere so schnell wie möglich in den OP bringen, um das Kind per Kaiserschnitt zu holen. 

Not- und Wunschkaiserschnitt

Ein Notkaiserschnitt kann sowohl primär als auch sekundär sein. Er bezeichnet lediglich die Dringlichkeit der Entbindung. Wenn sich die Plazenta beispielsweise vorzeitig ablöst, ist schnelles Handeln erforderlich – egal, ob die normale Geburt gerade in vollem Gange ist oder der primäre Kaiserschnitt erst in ein paar Wochen geplant war.  

Neben primären und sekundären Kaiserschnitten gibt es auch die Möglichkeit eines Wunschkaiserschnitts. Er hat keine medizinische Notwendigkeit, sondern erfolgt aus persönlichen Gründen der Mutter. Geplante Kaiserschnitte aus Wunsch werden immer häufiger in Anspruch genommen und zum Teil kontrovers diskutiert. Wir haben in diesem Artikel alles Wissenswerte zum Thema Wunschkaiserschnitt zusammengefasst. 

Ablauf und Dauer des Kaiserschnitts

Vor der Operation wird der Schamhaarbereich rasiert, meistens durch eine Hebamme. Wirkt die Betäubung, wird ein Katheter gelegt, damit die Blase während und nach dem Eingriff leer bleibt. Dann beginnt der Gynäkologe mit dem Eingriff: Mit einem Skalpell schneidet er oberhalb der Schamhaargrenze die Bauchdecke ein. Dieser horizontale Schnitt ist ca. acht bis zwölf Zentimeter lang und liegt im Idealfall in der sogenannten Bikinifalte. So lässt sich die Narbe später mit einem Slip oder einer Bikinihose verbergen. 

In Deutschland wird häufig die Misgav-Ladach-Methode angewendet, die auch "sanfter Kaiserschnitt" genannt wird. Hierbei werden die Haut-, Fett- und Muskelschichten, die zwischen Bauchdecke und Gebärmutter liegen, nicht eingeschnitten, sondern durch Dehnen zum Einreißen gebracht. Das klingt zwar fies, hat aber den Vorteil, dass das Gewebe nicht so stark verletzt wird und besser heilen kann. So hat die Frau nach der Geburt weniger Schmerzen und kann das Krankenhaus schneller verlassen. 

Sind alle Schichten durchtrennt, öffnet der Arzt die Gebärmutter schließlich mit einem kleinen Schnitt und holt das Kind auf die Welt. Nachdem die Nabelschnur durchtrennt wurde, wird das Neugeborene der Mama so schnell wie möglich in die Arme gelegt. Währenddessen entnimmt der Arzt der Frau noch die Plazenta und näht die Bauchdecke mit Fäden, die sich innerhalb weniger Wochen von selbst auflösen. Die frisch gebackene Mama bekommt davon meistens gar nichts mehr mit, da sie gerade hormondurchflutet mit ihrem Baby kuschelt.

Es dauert bis zur Geburt des Babys per Sectio 10-15 Minuten. Der Eingriff an sich dauert in der Regel 45 Minuten. In Ausnahmen kann es auch mal bis zu einer Stunde dauern, z. B. falls bei einem zweiten Kaiserschnitt Verwachsungen vorliegen. Muss es bei einem Notfall richtig schnell gehen, können Ärzte ein Kind sogar in unter fünf Minuten auf die Welt holen. 

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3 weeks postpartum 🤱🏼 (never mind the alien hand 😂) . . Some say c-section is taking the easy way out. (and by some i mean all the moms who are expert at shaming other moms for this and that) One mom send me a message, asking why I was happy about a c-section. 🤷🏼♀️My only answer to that is that I am Happy because it’s the safest option for me and the baby. I have done both and the vaginal birth was very complicated for me (that's the reason for my c-section this time) BUT you recover way faster than after a c-section. I feel privileged for having the opportunity to have a c-section since woman still dies during childbirth because they don't have the same options as we have. And don't forget that both ways makes us mothers ❤️ via . @lavendels - . . #postpartumbelly #momlife #postpartumbelly #csectionmom #csectionscar #oneweekpostpartum #mommylove #planeratkejsarsnitt #mammaledig #newborn #oneweekold #letterboard #letterboardquotes #mombody #momswithcamera #mammaliv #postpartumjourney #momanddaughter #inspiredpregnancy #cute_pregnnacy #pregnantandperfect #motherhoodvillage #motherhoodphotography #birthwithoutfear #birthphotographer #takebackpostpartum

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Risiken

Ein Kaiserschnitt zählt heutzutage zu einem Routine-Einsatz. Dennoch ist er ein operativer Eingriff, bei dem Komplikationen auftreten können. Gerade für die Mutter. Verglichen mit einer vaginalen Geburt ist die Sterblichkeitsrate bei einem Kaiserschnitt drei Mal so hoch. Wie bei anderen Operationen auch besteht das Risiko, dass es zu Blutverlust kommen kann, Infektionen auftreten oder benachbarte Organe verletzt werden. Nach der Geburt können Wundheilungsstörungen oder Verwachsungen auftreten. Zudem besteht bei einer späteren Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für einen Riss der Gebärmutter.  

Für das Kind hingegen ist eine Sectio mit weniger Risiken verbunden als eine vaginale Geburt. Allerdings haben Kaiserschnittbabys häufiger mit Anpassungsproblemen zu kämpfen. So kann das Stillen zunächst schwer fallen, da Milchspendereflex und Milchbildung bei der Mutter nach einer Sectio häufig schwieriger in Gang kommen. Auch Atemprobleme werden bei Kindern nach einer Sectio häufiger beobachtet. Das liegt daran, dass bei einer natürlichen Geburt das Fruchtwasser aus den Lungenbläschen gedrückt wird. 

Schmerzen nach Kaiserschnitt

Wenn es während der Operation keine Komplikationen gegeben hat, wird die Mama zusammen mit ihrem Kind auf die Wöchnerinnenstation verlegt. Gerade in den ersten Tagen kann eine Kaiserschnittnarbe noch recht schmerzhaft sein – besonders beim Aufstehen, da hierbei der Bauch angespannt wird.

Auch Niesen und Husten können sehr unangenehm sein. Es gibt aber Schmerzmittel, die auch stillende Frauen nehmen dürfen – einfach beim Arzt oder der Hebamme nachfragen. In der Regel verheilt die Naht innerhalb von einer Woche bis zwölf Tage. Die meisten Mamas verlassen das Krankenhaus nach vier bis sieben Tagen, um sich zuhause im Wochenbett weiter zu erholen. 

Kaiserschnittnarbe

Jede Sectio hinterlässt eine Narbe. Die eine sieht man mehr, die andere weniger. Schämen sollte sich dafür aber keine Frau! Schließlich ist sie ein Beweis dafür, dass man einen kleinen Menschen auf die Welt gebracht hat. Der Körper hat mit der Schwangerschaft und der Geburt also eine Höchstleistung vollbracht, auf die man stolz sein kann! Genau deshalb zeigen auch viele Mamas bei Instagram ihre Kaiserschnittnarbe –  um anderen Müttern Mut zu machen und ihnen zu sagen, dass sich niemand wegen einer Narbe schlecht fühlen oder gar verstecken sollte.

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Let’s talk birth 🌼 Remember - how our babies enter this world doesn’t define them (or us for that matter) it’s not something that’s going to determine where or how far they’ll go in life. It’s not going to effect their relationships or be the reason they don’t get that job. ‘Sorry john we aren’t able to give you the position because you didn’t come out of your Mum’s vagina’ 🙄You are not a failure because you didn’t go ‘natural’ or nor are you weak because you asked for that epidural. Wether you laboured for 3 hours 8 hours or 2 days or maybe you didn’t even go into labour and had a scheduled c section YOU are still a BOSS A$$ BITCH! 🙌🏽It is so unfortunate how many mumma’s beat themselves up over their birthing experiences. I see so many woman worry about ‘choosing the easy way out’ if they book in for a csection or stress if it doesn’t go how they had planned.. With both my babies I had a caesarean. Emergency with zyla & elective with Huxley. When it comes to a caesarean, in my opinion... it’s not the easy way out at all😐. My birthing journey with Zyla was so different with Huxley. With Zyla I was scared! I was uneducated & my experience traumatised and brought about so much anxiety.!When I was pregnant with Huxley of course I had days I felt like I should just give it another try, ‘ what if this time was different’ Of course I wanted to feel what it was like to experience the ONE thing us woman are ‘made’ to do 🌞 but never once did I feel like I was a failure. I still grew my babies, I nourished them with my body, I carried them for 10 long months & my children are happy and healthy, they are thriving and they are loved & that has nothing to do with how they were birthed 👶🏽.. Having control over the decision on how I wanted to bring Huxley into the world was THE BEST decision I could of made for myself, my mental health & for my baby & that’s all that matters 🙋🏼‍♀️. Always listen to your gut mumma’s & ALWAYS do what’s best for you & your baby no matter what anyone says. Wether your baby comes out of your hoohaa or tummy! Take pride in your journey, don’t compare & ALWAYS believe in YOURSELF 😘 you got this 👊🏼 #csection #pregnancy #pregnancydiary

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Autorin: Jana Kalla

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