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Kein Grund zur Sorge

Haarausfall nach der Geburt

So sehr sich Frauen in der Schwangerschaft über eine dichte Haarpracht freuen, so sehr erschrecken sie, wenn ihnen die Haare nach der Geburt ganz plötzlich ausgehen. Das sogenannte Postpartale Effluvium ist zwar zum Haareraufen – aber kein Grund zur Panik.

 

Sie sind lang, kurz, glatt, lockig, blond, schwarz oder koloriert, manche haben sie sogar sprichwörtlich auf den Zähnen, anderen stehen sie nicht nur an „Bad Hair Days“ zu Berge: Haare. Rund 100.000 bis 150.000 Stück hat jeder von uns auf dem Kopf. Die Hornfäden erfüllen aber nicht nur einen ästhetischen Zweck, sondern schützen uns vor UV-Strahlung und Auskühlung. Etwa einen Zentimeter wachsen Haare pro Monat. Nach rund zwei bis sechs Jahren – so lange dauert die Wachstumsphase – wird das Haar dann von seiner Wurzel abgetrennt und Richtung Kopfhaut abgeschoben, bis es schließlich am Ende der Ruhe- und Ausfallphase – nach drei bis vier Monaten – ausfällt. Normalerweise verlieren wir täglich bis zu 100 Haare. Frischgebackene Mütter verlieren oft viel mehr.

 

Die Hormone sind Schuld

Denn viele kämpfen mit Postpartalem Effluvium – Haarausfall nach der Geburt. Schuld daran ist der abrupt abfallende Östrogenspiegel nach der Entbindung. Er versetzt die Haare, die sich im Wachstumsstadium befinden, plötzlich in die Ruhephase. Diese fallen dann nach zwei bis drei Monaten aus.

 

Dauert der Haarausfall länger an: Ab zum Hautarzt!

Eine Therapie ist in der Regel nicht notwendig, da sich das Haarwachstum etwa neun Monate nach der Geburt wieder normalisiert. Dauert der Haarausfall länger an oder ist er besonders stark, ist ein Besuch beim Hautarzt ratsam. Also, liebe Mamis: Ruhe bewahren! Und zwischendrin gönnen Sie Ihren Haaren einfach ein kleines Verwöhnprogramm!

 

Tipps für schönes Haar

  • Fruchtige Pflege: Eine Avocadokur ist eine Wohltat fürs Haar – und im Handumdrehen selbst gemacht: Das Fruchtfleisch einer reifen Avocado auskratzen und mit zwei Esslöffeln Honig und einen Esslöffel Olivenöl pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Die Kur ins feuchte Haar einmassieren und eine Stunde – am besten unter einem Handtuch – einwirken lassen. Anschließend gut ausspülen.
  • Heiße Luft: Fönen schädigt das Haar. Deshalb nur bei niedriger Temperatur! Und: 15 Zentimeter Abstand zum Haar halten. Noch besser: Haare hin und wieder an der Luft trocknen lassen.
  • Trockenzeit: Das Haar nicht mit dem Handtuch trocken rubbeln, sondern das Wasser herausdrücken.
  • Styling-Stopp: Fönen, toupieren, glätten –  unsere Mähne muss einiges über sich ergehen lassen. Zur Abwechslung mal eine Styling-Pause einlegen.
  • Kur & Co.: Zuviel davon beschwert das Haar. „Weniger ist mehr“ lautet daher die Devise bei Pflegeprodukten.
  • Wasser marsch! Haare nach dem Shampoonieren gut ausspülen. Zum Schluss mit kaltem Wasser, das schließt die Poren.
  • Im Urlaub: Sonne und Salzwasser setzen dem Haar zu. Ein Hut schützt Schopf und Kopfhaut. Nach dem Bad im Meer die Haare unbedingt gründlich mit Leitungswasser spülen und eine Pflege ins Haar einarbeiten.

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