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Ich glaube, es geht los!

Wie sich die Geburt ankündigt

Sie stehen kurz vor der Geburt und fragen sich, wann Sie ins Krankenhaus fahren sollten? Keine Sorge: Es gibt deutliche Anzeichen für einen Geburtsbeginn

Du wirst es schon spüren, wenn es losgeht, glaub mir“... ist ein Satz, den viele Schwangere hören, wenn sie sich fragen, wann es endlich losgeht. Sicherlich nett gemeint – doch ein bisschen genauer möchte man es als Erstgebärende schon gerne wissen. Auf den errechneten Geburtstermin kann man sich schließlich kaum verlassen: Lediglich fünf Prozent aller Babys kommen genau an diesem Tag zur Welt.

Regelmäßige und stärker werdende Wehen sind dagegen ein sicheres Zeichen, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Geburtswehen sind allerdings nicht immer eindeutig von Senk- oder Vorwehen zu unterscheiden. Die meisten Frauen spüren in den letzten Wochen der Schwangerschaft, wie der Bauch gelegentlich hart wird, es zieht im Rücken und im Unterleib.

In diesen Momenten rutscht das Baby langsam tiefer ins Becken der werdenden Mutter. Senkwehen sorgen also für die perfekte Lage des Babys bei der Geburt. Sie sind aber kein Anzeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht. Und im Unterschied zu den Eröffnungswehen, also den ersten richtigen Geburtswehen, sind diese Wehen nicht regelmäßig und auch nicht wirklich schmerzhaft.

Der Badewannen-Trick

Die Eröffnungswehen fühlen sich eher wie sehr starke Menstruationsschmerzen an. Sie werden zunehmend heftiger und dauern immer länger an. Meist haben die Frauen dabei das Bedürfnis, stehen zu bleiben und laut auszuatmen. Für Frauen, die unsicher sind, um welche Art von Wehen es sich handelt, hat die Geburtsbegleiterin und Buchautorin Ines Albrecht-Engel einen guten Tipp: „Legen Sie sich ins warme Wasser der Badewanne, Vorwehen lassen jetzt nach. Geburtswehen aber verstärken sich durch diese Ruhe und Entspannung.“

Bitte Ruhe bewahren

Auch, wenn das bei Ihnen der Fall ist: Bei den ersten Wehen müssen Sie noch nicht ins Krankenhaus. Sie haben noch immer viel Zeit. Erst, wenn sich die Abstände zwischen den Wehen schnell und stark verkürzen, sollten Sie sich auf den Weg machen.

Die Fruchtblase platzt

Bei etwa jeder zehnten Schwangeren kündigt sich der Geburtsbeginn mit dem Blasensprung an. Bis zu einem Liter meist farb- und geruchloses Fruchtwasser können dabei verloren gehen. Nicht immer geht es in einem Schwall ab, manchmal tröpfelt es auch nur. Das Platzen der Fruchtblase ist in jedem Fall das Signal, um ins Krankenhaus zu fahren.

Im Fruchtwasser können sich Bakterien ausbreiten, die Zeit ist daher begrenzt, in der das Baby jetzt noch im Bauch der Mutter bleiben kann. Mit dem Blasensprung beginnen in der Regel auch die Wehen, sollten sie in den folgenden 48 Stunden nicht  einsetzen, wird die Geburt künstlich eingeleitet (je nach Klinik und Situation manchmal auch nach 24 Stunden).

Platzt Ihre Fruchtblase, sollten Sie sich vorsichtshalber liegend in die Klinik transportieren lassen. Andernfalls besteht die Gefahr eines sogenannten Nabelschnurvorfalls: Die Nabelschnur könnte nach dem Abgang des Fruchtwassers vor den Kopf des Kindes rutschen  und durch dessen Gewicht abgedrückt werden.

Das Zeichnen

Neben Geburtswehen und dem Blasensprung kann auch das „Zeichnen“ ein Hinweis auf die nahende Geburt sein. Damit ist der Abgang des Schleimpfropfens gemeint, der den Gebärmutterhals während der Schwangerschaft quasi versiegelt und so vor Infektionen geschützt hat. Löst sich dieser Pfropfen, beginnt sich der Muttermund zu öffnen. Das Zeichnen ist – wie auch die ersten Wehen – kein Grund, sofort ins Krankenhaus zu fahren. „Der Pfropfen kann sich nämlich schon Tage vor Geburtsbeginn lösen und auch mit leicht geöffnetem Muttermund kann es noch Tage dauern, bevor es wirklich losgeht“, so Albrecht-Engel.

Sonja Baulig

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