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Nach der Geburt

5 Dinge, die du vorher über das Wochenbett wissen solltest

Unsere Hebamme Franziska Luck – selbst Mutter zweier Kinder – hat eine Liste über fünf Phänomene zusammengestellt, die dir mitunter nach der Geburt begegnen könnten. Vielleicht hilft dir diese Liste, damit du schon vorher weißt: Das ist alles völlig normal.

1. Du siehst nach der Geburt noch schwanger aus

Ja, das Baby ist zwar aus dem Bauch raus, aber der Bauch ist noch da. Wie ausgeprägt dein Umfang noch ist, kann dir natürlich niemand vorher sagen. Aber auf einer Wochenbettstation die Schwangeren von den frisch Entbundenen zu unterscheiden, ist mitunter nicht ganz leicht. Dein Körper verändert sich und wächst fast zehn Monate, da ist es nur logisch, dass der Bauch ein bisschen Zeit braucht, bis er wieder "normal" aussieht. Die Gebärmutter ist ein Muskel, der eine unglaubliche Leistung – so wie der Rest deines Körpers – vollbracht hat. Packe also in deine Kliniktasche eine Umstandsjeans anstelle einer normalen Hose ein, denn diese wird mit deinem Restbauch deutlich gemütlicher zu tragen sein.

2. Du schwitzt nach der Geburt

Egal ob Sommer oder Winter, du schwitzt nach der Geburt wahrscheinlich ähnlich wie bei dem Kraftakt an sich. Natürlich sind hier die Übeltäter die allseits bekannten Hormone. Mache dir also keine Gedanken, wenn du nachts auch mal ein Shirt wechseln musst – das ist völlig normal. Es ergibt durchaus Sinn, ein paar extra Shirts mit ins Krankenhaus zu nehmen, falls auch dich diese Schwitz-Attacken heimsuchen.

3. Du entwickelst neue Ängste und Sorgen

Dass du um dein Baby besorgt bist, ist ein natürlicher Teil deines Mutterinstinkts. Viele Mütter beschreiben, dass es die große Verantwortung ist, die ein Baby mit sich bringt. Bei anderen ist es die Sorge, etwas falsch zu machen und dem Baby zu schaden. Bei einigen Müttern führt es auch dazu, dass sie sich irre Szenarien ausmalen, was alles passieren könnte. Diese neuen Ängste und Sorgen sind völlig normal und gehören einfach dazu. Du wächst in deine Aufgabe als Mutter hinein und lernst mit der Zeit, mit deinen Ängsten und Sorgen um dein Kind umzugehen. 

4. Du hast emotionale Ausbrüche und musst oft weinen

Schon während der Schwangerschaft fällt es vielen werdenden Müttern schwer, Nachrichten über leidende Kinder zu sehen oder auch die Werbung für Toilettenpapier mit Welpen zu schauen, ohne dabei emotional zu werden. Diese emotionalen "Ausbrüche" werden nach der Geburt bei vielen Müttern noch extremer. Du wirst in den verschiedensten Situationen sehr emotional reagieren. Ob schöne oder traurige Dinge – du reagierst jetzt etwas intensiver als früher. Viele frischgebackene Mamas gucken ihr Baby an und müssen vor Glück weinen, weil sie ihr Glück nicht fassen können. Lass die Tränen fließen, denn so ist es völlig normal. Keiner wird dir das übel nehmen oder dich als "schwach" ansehen. Denn du hast einen Menschen "produziert" und geboren – somit hast du wahnsinnige Kraft bewiesen!

5. Du liebst dein Kind mehr, als du es dir vorstellen kannst

Natürlich liebst du dein Baby schon während der Schwangerschaft, ohne es zu kennen oder gesehen zu haben. Aber nichts ist so wundervoll, unermesslich überwältigend und unbeschreiblich wie das, was du im Moment der Geburt fühlst. Wenn du dein Baby das erste Mal hörst, es auf dir liegt und du es endlich sehen kannst, überkommt dich unendliche, bedingungslose und niemals endende Liebe – bei jeder Geburt aufs Neue. Diese Liebe, die einfach unbeschreiblich ist und die du in jeder Pore deines Körpers für dieses kleine Wesen spürst: Das ist Mutterliebe. Denn die Geburt ist das einzige Blind-Date, bei dem du auf jeden Fall die Liebe deines Lebens kennenlernst.

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Unsere Autorin

Franziska Luck

Unsere Autorin Franziska Luck ist seit 2009 ausgebildete Hebamme. Sie arbeitet in der Metropolregion Hamburg und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern südlich der Elbe.

Franziska schreibt aufgrund ihres Fachwissens und ihrer langjährigen Erfahrung als Hebamme für wireltern.de vor allem zum Thema: Schwangerschaft, Geburt und Baby.

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