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Durchblutung verbessern

Ist ASS 100 in der Schwangerschaft okay?

Darf man ASS 100 einnehmen, um eine bessere Durchblutung der Gebärmutter sicherzustellen? Unsere Expertin kennet die Antwort.

"Ich bin 37 Jahre alt und in der 18. Schwangerschaftswoche. Beim gestrigen Ultraschall wurde festgestellt, dass die Durchblutung der Gebärmutter rechts etwas und links noch stärker vermindert ist. Dem Baby geht es glücklicherweise gut, die Entwicklung ist zeitgerecht, auch die Amniozentese in der 16. Schwangerschaftswoche zeigte keine Auffälligkeiten. Letztes Jahr hatte ich eine Fehlgeburt (missed abortion), in der jetzigen Schwangerschaft während der 7./8. Woche leichte Blutungen, die nach einem dreitägigen Klinikaufenthalt und anschließender Schonung nicht mehr auftraten. Mein Gynäkologe empfahl mir von der 18. bis 28. Schwangerschaftswoche täglich eine ASS 100 zu nehmen, um die Durchblutung zu verbessern. Man sagt Aspirin nach, Fehl- bzw. Frühgeburten zu fördern. Kann ich dies zu dem jetzigen Zeitpunkt und in dieser Dosierung ausschließen? Gibt es noch andere (Haus-)Mittel, um die Durchblutung zu fördern? Mein Blutdruck ist relativ normal bis leicht erhöht (130/80, 140/85), Ich habe nie geraucht. 

Antwort: Bei Ihrer Anfrage handelt es sich um eine klassische Nutzen/Risiko-Abwägung, d.h. es muss beurteilt werden, ob die Minderdurchblutung der Gebärmutter ungünstigere Auswirkungen auf das Kind und Sie hat oder die Arzneimittel-Therapie. Ich bin mir sicher, dass Ihr Arzt Sie richtig beraten hat, indem er Ihnen die niedrig dosierte ASS-Therapie vorgeschlagen hat, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern soll und so für eine bessere Durchblutung sorgt.

Da ASS unter der Geburt zu einer erhöhten Blutungsneigung führen kann und z.B. bei einem ja immer möglichen auftretenden Kaiserschnitt zu Komplikationen führen kann, sollten Sie Ihren Arzt befragen, ob die Therapie nicht drei bis vier Wochen vor der Geburt beendet werden kann. Sollte er davon abraten, müssen Sie das Klinikpersonal bei der Entbindung unbedingt von dieser Therapie informieren! 

Ute Lichte, Pharmazeutin

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