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Behandlung und Prävention

Influenza in der Schwangerschaft: Risiko und Therapie

Schwangere sind bei einer aufkommenden Grippewelle besonders gefährdet. Dies ist unter anderem dem erhöhten Bedarf des Kindes geschuldet und dem natürlicherweise zunehmend geschwächten Immunsystem der werdenden Mutter. Der Körper einer Schwangeren befindet sich durch diverse Vorgänge und hormonelle Anpassungen ohnehin in einem Zustand enormer Belastung. Kommen in dieser Zeit Grippeviren hinzu, kann es durchaus gefährlich werden – auch für das Ungeborene!

Was tun bei Influenza in der Schwangerschaft?

Hat dich die Grippe (Influenza) einmal erwischt, so äußert sich diese meist in plötzlich auftretenden und starken Symptomen wie Schüttelfrost, Husten und Fieber. Eine Influenza ist hartnäckig und bleibt meist mehrere Tage bestehen. Für Schwangere gilt nun – wie eigentlich für jeden anderen auch – absolute Bettruhe. Stress oder körperliche Anstrengungen solltest du im besten Falle komplett vermeiden. Wichtig: Der Körper und das Immunsystem einer Schwangeren arbeiten für zwei. Sei dir dessen bewusst und handele entsprechend überlegt. Du musst beispielsweise nicht bei jedem Bimmeln ans Smartphone gehen. Es darf in der Krankheitsphase gern mal ruhen – so wie du selbst.

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Muss ich als Schwangere mit einer Influenza ins Krankenhaus?

Durch einen teilweise deutlich stärkeren Verlauf der Grippe können bei werdenden Müttern verschiedene Komplikationen auftreten, welche sich möglicherweise negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Eine Infektion solltest du daher unbedingt ernst nehmen.

Wenn die Symptome zu stark werden und du das Gefühl hast, dein Körper kommt mit dem aktuellen Stress überhaupt nicht mehr klar, so kannst du im Falle einer Grippe-Infektion durchaus den Weg in ein Krankenhaus suchen. Dort kannst du dich zu deiner eigenen Sicherheit und der deines Kindes in Behandlung begeben – oder zumindest in beruhigende ärztliche Obhut. Ein längerer Aufenthalt im Krankenhaus wird in den meisten Fällen nicht nötig sein.

Darf ich Medikamente nehmen? Und wenn ja, welche?

Die medikamentöse Behandlung einer Influenza ist während der Schwangerschaft oft nicht ratsam. Die Einnahme von Arzneimitteln betrifft nämlich immer auch das im Mutterleib heranwachsende Kind. In Absprache mit einem Arzt kannst du jedoch in Fällen heftiger Symptome bestimmte speziell für Schwangere geeignete Medikamente zur Linderung einnehmen. Dies sollte jedoch ganz gezielt und möglichst in geringen Dosen geschehen, um das Baby so wenig wie möglich zu belasten.

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Durch Vorbeugung gar nicht erst krank werden

Ja, vorbeugen ist leichter gesagt als getan. Doch es gibt tatsächlich hilfreiche Mittel, Wege und Maßnahmen. Da Grippeviren per Tröpfchen übertragen werden, solltest du vor allem auch in der Schwangerschaft auf ausreichende Hygiene achten. Neben dem regelmäßigen Händewaschen, dem Verzicht auf die mehrmalige Nutzung von Taschentüchern und der allgemeinen Sauberkeit im Haushalt ist auch eine gesunde ausgewogene Ernährung Teil des Influenza-Vorbeuge-Plans. Durch die Versorgung mit ausreichend Nährstoffen und Vitaminen – ausreichend in diesem Falle übrigens bitte für Mutter und Kind  – kann die werdende Mama ihrem Immunsystem die nötige Energie und Kraft für den Kampf gegen Viren und Bakterien liefern.

Influenza bei Schwangeren: das Thema Impfen

Wir nehmen es vorweg: Impfen hilft. Als bedenkenlos ordnet die am Robert-Koch-Institut ansässige Ständige Impfkommission, kurz STIKO, die Grippe-Impfung für Schwangere ab dem vierten Monat ein. Allgemein gilt: Da sich der Grippevirus permanent verändert und mutiert, sollten gesunde Menschen eine alljährliche Impfung durchführen lassen, um sicherzugehen, dass der Impfstoff möglichst aktuell ist.

Empfehlung: Schwangere sollten sich vorbeugend impfen lassen, um sich selbst und auch ihr Kind zuverlässig vor einer möglichen Infektion zu schützen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) warnt vor den möglichen schweren Krankheitsverläufen bei Schwangeren, deren Folgen für Mutter und Kind und hebt deshalb die Wichtigkeit der Grippeimpfung hervor. Am besten lässt du dich vor Beginn der Wintermonate impfen, sodass dein Körper sich mithilfe der neuentwickelten Abwehrkräfte und Antikörper effektiv auf die Grippewelle "vorbereiten" kann.

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Unsere Autorin

Martin Piecha

Content Manager bei Junior Medien

"Man kann immer dazu lernen"

Martin stammt als studierter Sportjournalist und -manager sowie ehemaliger Redakteur für Fitness- und Gesundheitsthemen aus einem eher anderen Fachbereich. Er liebt jedoch die redaktionelle Herausforderung und stellt sich voller Freude und Enthusiamsus dem weiten Feld rund um das Elternwerden und Elternsein.

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