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Natürliche Abführmittel

Wegen Eisen Verstopfung in der Schwangerschaft

Eisen führt in der Schwangerschaft häufig zu Verstopfung. Wie lässt sich dieses Problem lösen? Unsere Expertin klärt auf.

"Da mich während meiner ersten Schwangerschaft durch Eisenpräparate harter Stuhlgang und Verstopfung plagten, habe ich nun zwei Fragen – ich bin nämlich wieder schwanger:
1. Was kann ich tun, um evtl. Eisenmangel schon im Vorfeld vorzubeugen?
2. Welche homöopathischen Mittel sind auch während der ersten drei Schwangerschafts-Monate einzunehmen? Gibt es homöopathische Abführmittel? Milchzucker führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Seither (als ich nicht schwanger war) habe ich im Notfall Nada-Früchtewürfel genomen, aber die sind während der ersten drei Monate laut Packungszettel auch tabu."

Antwort: Leider kann man Eisen nicht vorbeugend nehmen und sich so eine Art Depot bilden, um im Notfall genügend Vorrat zu haben. Es ist nämlich so, dass der Körper von außen zugeführtes Eisen nur dann aufnimmt, wenn auch ein Mangel herrscht. Sind die Eisenspeicher also voll, hat die Einnahme keinen Sinn mehr und nur noch Nebenwirkungen, wie z.B. Verstopfung oder Übelkeit. Es wird Ihnen also leider nichts anderes übrig bleiben, als Eisen erst dann einzunehmen, wenn der Eisenmangel durch die Schwangerschaft wieder da ist.
Vielleicht versuchen Sie einmal spezielle Präparate, die sich erst im Dünndarm auflösen und nicht schon im Magen. Sie sind in der Regel besser verträglich und führen auch weniger zu Verstopfung. Es hilft ebenfalls, wenn Sie mindestens drei Gläser Mineralwasser bei der Tebletteneinnahem nehmen. Und natürlich: Soviel Ballaststoffe wie möglich.

Sollte es doch zur Verstopfung kommen, würde ich Ihnen zu einem Mittel raten, das nicht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden muss. Es handelt sich dabei um ein Klistier mit Sorbit als Inhaltsstoff (Arzt informieren, in Apotheke erhältlich, rezeptfrei), das nur im Analbereich wirkt und auch in der Schwangerschaft angewendet werden kann. Die wenigen Milliliter Lösung werden in den After eingedrückt. Hört sich komisch an, ist aber unproblematisch.

Ute Lichte, Pharmazeutin

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