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Erkältung in der Schwangerschaft

Sanfte Hilfe für werdende Mamas

In der Schwangerschaft sind die meisten Medikamente tabu. Aber wie sieht es mit rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke aus? Und gibt es pflanzliche Alternativen, die Linderung verschaffen?

Dicker Bauch und jetzt noch eine laufende Nase oder ein quälender Husten: Auch Schwangere bleiben davon nicht verschont. Aber keine Sorge: Eine Erkältung in der Schwangerschaft ist in der Regel harmlos und schadet dem ungeborenen Baby nicht. Grundsätzlich gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Um das Immunsystem zu stärken, sollten werdende Mamas auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten – die Vitamine schützen den Körper vor Infektionen. Spaziergänge an der frischen Luft tragen ebenso dazu bei, den Körper gegen Erkältungskrankheiten zu wappnen. Und: Schwangere dürfen jetzt durchaus einen Gang runterschalten, sich schonen und es sich öfter mal gemütlich machen. Denn wer Stress vermeidet, tut ebenfalls etwas für seine Gesundheit. 

Am besten greifen werdende Mütter auf Hausmittel zurück, um die Symptome zu lindern. Bewährt haben sich beispielsweise Hühnersuppe und heiße Milch mit Honig. Medikamente, selbst rezeptfreie aus der Apotheke, sollten immer nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Wenn sich die Symptome verschlimmern, oder gar Fieber und Schmerzen auftreten, ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Medikamente in der Schwangerschaft

Auch Schwangere müssen bei Erkrankungen mit Arzneimitteln versorgt werden. Doch welche Medikamente können ohne Risiko für das Baby eingenommen werden? Bei der Beantwortung dieser Frage herrscht oft große Unsicherheit, nicht nur bei den Patientinnen, sondern vielfach auch bei Ärzten und Apothekern. Deshalb hat das Bundesgesundheitsministerium im Internet eine Datenbank zur Therapiesicherheit von Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit öffentlich zugänglich gemacht. Unter www.embryotox.de können sich Patientinnen wie auch Ärzte über 400 Wirkstoffe und Medikamente informieren. Die Internetseite bietet Schwangeren auch wichtige Hinweise über nicht verschreibungspflichtige Medikamente zum Beispiel zur Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Cytomegalie-Virus

Schwerwiegende Erkältungssymptome, die nicht besser werden wollen, sollten in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden. Der Grund: Hinter diesen Symptomen kann auch eine Infektion mit dem weit verbreiteten Cytomegalie-Virus (CMV) stecken. Und dieser Virus ist für das Baby äußerst gefährlich.

Deshalb rät Prof. Klaus Friese (Direktor der Frauenklinik der Universität München) Schwangeren zu einem speziellen Bluttest, mit dem festgestellt werden kann, ob eine akute CMV-Infektion vorliegt oder eben nur eine Erkältung. Wird eine CMV-Infektion festgestellt, kann die Ansteckungsgefahr für das Baby durch eine passive Immunisierung der Mutter mit Immunglobulinen vermieden werden.

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Hausmittel gegen Erkältung

Auch für werdende Mütter ist gegen Erkältungen ein Kraut gewachsen, weiß die Hebamme Ellen Grünberg.

  • Gegen eine verstopfte Nase hilft Inhalieren. In die Schüssel mit heißem Wasser einen Tropfen Eukalyptusöl geben. Heiße Lavendelkompressen auf Stirn und Nase tun werdenden Müttern ebenfalls gut.
  • Um die Nasenschleimhaut feucht zu halten und die Keime aus der Nase zu transportieren, sind Kochoder Meersalzlösungen zum Sprühen oder Träufeln hilfreich.
  • Fünf Tropfen eines ätherischen Öls (Myrthe, Salbei, Lavendel, Zitrone, Zypresse) in der Duftlampe schaffen ein angenehmes Raumklima.
  • Viel trinken, auch warme Getränke wie Tee, heißes Wasser oder Hühnersuppe. Ausreichend Flüssigkeit unterstützt die Abwehrfunktion der Schleimhäute.
  • "Zwiebelsäckchen" kommen bei Ohrenschmerzen zum Einsatz: Eine kleine Zwiebel schälen und in Würfel schneiden, ohne Öl kurz in der Pfanne erhitzen, in einen Waschlappen füllen. Den Lappen auf das Ohr legen, ggf. fixieren und darauf schlafen.
  • Einen kratzenden Hals beruhigen Kräuterbonbons, scharfe Mentholbonbons meiden. Auch Gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee ist angenehm für den Hals.
  • Warme Fußbäder sind eine Wohltat, danach dicke Socken anziehen.

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