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Röntgen

Wie schädlich ist Kontrastmittel in der Schwangerschaft?

Darf in der Kontrastmittel in der Schwangerschaft z. B. beim Röntgen zum Einsatz kommen? Oder ist es für den Embryo gefährlich. Unsere Expertin weiß Rat.

"Bei meiner Verlobten wurde vor vier Wochen die Fuktion der Schilddrüse und der Nieren überprüft, wozu Kontrastmittel verwendet wurde. Jetzt haben wir erfahren, dass sie in der 13. Woche schwanger ist. Besteht die Möglichkeit, dass das Kontrastmittel dem Kind geschadet hat? Es soll sich um ein schwach radioaktives Mittel handeln (Halbwertzeit sechs Stunden ). Dass solch ein Mittel für den Menschen nicht gefährlich ist, weiß ich. Wie sieht es mit dem Kind im Mutterleib aus?

Antwort: Sie werden verstehen, dass eine genaue Beurteilung ohne den Namen des verabreichten Mittels schwierig ist und ich mich so nur recht vage äussern kann. Um es gleich vorweg zu sagen: Totale Entwarnung kann ich nicht geben. Möglicherweise wurden leicht strahlende Diagnostika und jodhaltige Diagnostika zur Schilddrüsendarstellung genutzt. Diese sind beide nicht unbedenklich in der Schwangerschaft. So können die jodhaltigen Diagnostika die beginnende Schilddrüsenfunktion des Kindes negativ beeinflussen.

Dennoch: Jetzt nicht nervös werden! Wenn in der Schwangerschaft ein Kontakt mit einem potentiell bedenklichen Arzneimittel bestanden hat, heisst das nicht, dass damit auch automatisch eine Schädigung eingetreten ist. Ganz im Gegenteil: Die Rate liegt immer nur bei wenigen Prozent.

Am besten gehen Sie jetzt wie folgt vor: Erkundigen Sie sich sofort in der Radiopraxis oder im Krankenhaus, wo die Untersuchungen durchgeführt wurden, nach den Namen der verabreichten Diagnostika. Nicht abwimmeln lassen, die Namen sind dokumentiert! Mit den Namen sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen Kontakt aufnehmen und sich über ihn einen Termin in einer Praxis für pränatale Diagnostik geben lassen. Hier kann man Sie bestens beraten. 

Ute Lichte, Pharmazeutin

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