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Schwanger wohlfühlen

Massagen für Schwangere – ein Genuss

Eine Massage regt die Durchblutung an, stimuliert den Stoffwechsel und stärkt die Abwehrkräfte. Auch werdende Mütter empfinden sie als wunderbare Wohltat – besonders wenn sie vom Partner kommt! Was man(n) in Schwangerschaft und Stillzeit beachten sollte ...

In einer angenehmen Atmosphäre fällt es leichter, den Alltag vor der Tür zu lassen. Nimm dir darum ausreichend Zeit und bereite deinen Massagetermin liebevoll vor: Ein leicht abgedunkelter Raum, sanftes Kerzenlicht und leise Hintergrundmusik wecken die Vorfreude und helfen, sich ganz auf das Geschehen zu konzentrieren. Mit einem Still- oder vielen kleinen Kissen kannst du deinen Babybauch gut abpolstern und es dir bequem machen. So liegen manche Frauen bis zum Ende der Schwangerschaft noch gern auf dem Bauch, die meisten bevorzugen aber die Seitenlage. Allerdings lässt es sich auch im Sitzen gut massieren: Nimm verkehrt herum auf einem Stuhl Platz, sodass du dich gemütlich an der Lehne abstützen kannst. Oder setze dich auf den Boden und lege deine Arme auf einen großen Fitnessball.

Vertrauen ist gut, Vielseitigkeit besser

Kneten, auswringen, klopfen, kreisen und drücken – all diese Grifftechniken können zum Einsatz kommen. Die werdende Mutter sollte auf ihr Gefühl hören und dem Partner mitteilen, was ihr gefällt oder wo sie nicht massiert werden möchte. Für ihn gilt: Etwas Massageöl in den warmen Händen verreiben, dann kann es auch schon losgehen! Und wenn der Partner gerade keine Zeit hat? Frag doch einfach die beste Freundin, deine Mutter oder auch deine (älteren) Kinder – einfach jemanden, dem du vertraust und in dessen Hände du dich gern begibst.

Halbe Kraft am Babybauch

Leidest du an einem verspannten Nacken, schweren Beinen oder Wadenkrämpfen? Diesen typischen Schwangerschaftsbeschwerden kann der „Masseur“ kraftvoll entgegenwirken, indem er tief in die Muskulatur hineingreift. Igelbälle, Holzroller oder ein warmes Kirschkernkissen, neben der Wirbelsäule oder an den Beinen verwendet, verstärken den entspannenden Effekt. Verzichtet auf diese Hilfsmittel jedoch an Bauch und Brust – hier sind vielmehr viel Gefühl und sanfte Berührungen gefragt. Streicht im Uhrzeigersinn vorsichtig um den Nabel herum. Reagiert euer ungeborenes Kind vielleicht schon auf den Kontakt? Etwa ab der 18. Schwangerschaftswoche kannst du dem nachspüren. Das wachsende Baby braucht in den neun Monaten immer mehr Platz in der Gebärmutter, sodass sich deine Haut am Oberkörper stark ausdehnen muss. Bei vielen Frauen bilden sich dadurch Schwangerschaftsstreifen. Auch wenn sie sich nicht ganz vermeiden lassen – mit einer täglichen Zupfmassage und einem Vitamin E-Öl kannst du die Haut an Brust und Bauch zumindest pflegen und geschmeidig halten: Ziehe mit Daumen und Zeigefinger behutsam die oberste Hautpartie hoch. Kurz festhalten und wieder loslassen. Aber Vorsicht: Bei vorzeitigen Wehen solltest du auf die Bauch- und Zupfmassage verzichten!

Vom Scheitel bis zur Sohle

Gern lassen sich Schwangere mit einer Ganzkörpermassage verwöhnen: Der Massierende sollte am besten mit kreisenden Bewegungen auf der Kopfhaut beginnen. Im Nackenbereich finden alle Finger ihren Einsatz, indem sie kräftig die Muskelstränge kneten. Ein leichtes Reiben mit Daumen oder Handteller empfindet die Frau am Rücken als sehr angenehm, ebenso ein sanftes Klopfen mit den Fäusten oder den offenen Handflächen. Über Oberkörper und Beine geht es bis zu den Fußsohlen weiter. Zum Ende streicht der Masseur die gelöste Energie aus, indem er mit der flachen Hand zwei bis drei Mal vom Kopf bis zu den Füßen leicht über den Körper fährt.

Nach der Geburt: Duftloses Öl

Auch im Kreißsaal kann der werdende Vater seine Frau mit einer Massage unterstützen. Viele Gebärende wünschen sich zwischen den Wehen eine Kreuzbeinmassage, um Spannungen in diesem Bereich zu lösen. Andere bevorzugen lockernde Griffe an Armen oder Beinen, wieder andere möchten gar nicht berührt werden. Ist das Baby auf der Welt, solltest du dir für die Stillzeit ein Massageöl ohne Duftstoffe besorgen – den Geruch von Mama und Muttermilch mag der Nachwuchs nämlich am liebsten.

Massageöl – selbst gemacht

Der Geruchssinn vieler Frauen reagiert in der Schwangerschaft besonders sensibel. Gut, dass du leicht ein Massageöl mit deinem Lieblingsduft herstellen kannst:
 

  • Mische etwas Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl mit ein bis zwei Tropfen eines natürlichen Aromaöls. Entspannend wirken zum Beispiel Rose, Orange oder Lavendel. Wehenauslösend und deshalb nicht geeignet sind Düfte wie Muskat, Thymian oder Anis.


Tipp: Empfindest du ein gekauftes Produkt als zu duftintensiv, verdünne es einfach mit etwas Oliven- oder Mandelöl.

Unsere Expertin

Eva-Maria Chrzonsz, Hebamme in Fulda

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