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Rötelnimpfung in der Schwangerschaft

Schadet sie dem Embryo?

Welche Auswirkungen kann eine Rötelnimpfung in der Schwangerschaft auf das Ungeborene haben? Unsere Expertin gibt Antworten.

"Meine Frau wurde entweder kurz vor oder kurz nach dem Eisprung (ca. eine Woche Differenz) gegen Röteln (Impfstoff von Pasteur Merieux) geimpft. Jetzt wurde die Schwangerschaft nach besagtem Eisprung festgestellt. Welche Folgen kann die Impfung schlimmstenfalls auf das Kind haben und wie stehen die Chancen für ein gesundes Kind?"


Antwort: Impfungen gegen Röteln im ersten Schwangerschaftdrittel sind natürlich nicht zu empfehlen. Allerdings haben sowohl eine deutsche als auch eine amerikansiche Studie mit über 1500 Schwangerschaften insgesamt kein erhöhtes Risiko gezeigt. Zellen von Babys, die während der Schwangerschaft einen Abort erlitten hatten, haben aber gezeigt, dass in wenigen Fällen ein Übertritt des Rötelvirus in die Zellen erfolgt war. Dennoch wird das Risiko einer Schädigung als sehr klein beschrieben. Keineswegs ist die Impfung mit einem Risiko zu vergleichen wie es eine echte Röteln-Infektion bedeutet!

Vor allem der Zeitpunkt der Impfung ist - wenn man das so sagen kann - beruhigend. Bis zum 13. Tag nach der Befruchtung (also nach dem Eisprung) reagiert das neue Leben nämlich nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip: Dies heißt, entweder geht die Frucht - meist unbemerkt - verloren, oder aber es ist alles in Ordnung. Da Ihre Frau noch schwanger ist, kann man sicher von letzterem ausgehen.

Nehmen Sie - vor allem zu Ihrer Beruhigung - die Vorsorgetermine alle wahr, aber belasten Sie sich und die Schwangerschaft nicht durch unnötige Gedanken! 

Ute Lichte, Pharmazeutin

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